Lohnt sich das?

Lohnt sich das?

Der STANDARD-Podcast über Geld

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00:00:18: Willkommen zu.

00:00:19: Lohnt sich das, der Standard-Podcast über Geld.

00:00:22: Tausend Euro so viel kann eine alleinerziehende Person in Österreich an Leistungen beziehen pro Monat?

00:00:29: Zumindest wenn es nach dem Bundeskanzler Christian Stocker geht – wir erinnern uns an die Aufregung über seinen Sager im August – Kinderbetreuung sei keine Arbeit!

00:00:38: Er hat sich im Nachhinein dafür entschuldigt, da wir aber ein Finanzpodcast sind und viele dieses Thema auch betreft möchten noch einmal ein bisschen beleuchten.

00:00:48: In dem Fall eher so nach dem Motto, geht sich das aus?

00:00:51: Eher als lohnt es sich das!

00:00:53: Aber was bekommen Alleinerziehende in Österreich denn wirklich und wie kommt man mit einem Einkommen oder mehreren Kindern im Monat gut aus?

00:01:02: Dazu habe ich heute zugeschaltet.

00:01:05: Sonja Dörfler-Bolt Sie ist Soziologin am österreichischen Institut für Familienforschung an der Uni Wien.

00:01:10: Frau Dörfer-Bold vielen Dank fürs kommen.

00:01:12: Hallo

00:01:13: Hallo Danke für die Einladung.

00:01:15: Bevor wir jetzt direkt loslegen, hier noch der übliche Hinweis an euch liebe Hörerinnen und Hörern.

00:01:20: Wenn ihr nie eine Folge verpassen wollt dann bitte abonniert uns doch auf allen gängigen Podcast-Plattformen!

00:01:27: Genau da legen wir gleich los Frau Dörferbold also... Jetzt hat der Bundeskanzler im August eben was zu der Kinderbetreuung gesagt und ich möchte mich jetzt eigentlich eher auf diese tausend Euro ein bisschen beziehen.

00:01:38: vielleicht können wir es noch ein bisschen aufdröseln.

00:01:41: Also ist das denn realistisch aus Ihrer Sicht, dass man als leiderziehende Person tausend Euro bekommt?

00:01:47: Wie kommt er so auf diese Zahl?

00:01:49: Was sagen Sie da dazu?

00:01:52: Ich muss sagen wie der Herr Stocker der Bundeskanzler auf die Zahl gekommen ist, das müsste man in selbst fragen.

00:01:58: also das kann ich nicht wirklich beurteilen.

00:02:00: aber insgesamt kann man sagen es ist die Zahl nicht so unrealistisch.

00:02:04: Es kommt auch immer darauf an welche Leistungen man dazuzählt bei diesem, was bekommt eine Person.

00:02:11: Und da gibt es Berechnung, relativ aktuelle Berechnungen – das passiert ja auch nur ein paar Jahre von Joneum Research und die kommen in ihrem Simulationsmodell auf Durchschnittswerte bei einer Alleinerziehenden, die ein Kind hat und im untersten Einkommensdeziel angesiedelt ist, also besonders wenig verdient, Achthundertfünfundsechzig Euro.

00:02:36: Bei zwei Kindern sind wir bei achthundertvierzig Euro pro Kind, was muss man dazusagen?

00:02:42: Das heißt im Prinzip ja Alleinerziehende speziell mit niedrigen Einkommen bekommen schon in Österreich relativ gute monetäre Unterstützung und natürlich bekommen über alle Einkommens die Ziele mehr als Familien mit die sozusagen zwei Eltern Familien sind.

00:03:01: Also es bekommen mehr, sie brauchen natürlich auch mehr.

00:03:05: Man muss sagen mit der Zahl der Kinder steigt sozusagen den Betrag pro Kind nicht so und er nimmt auch ab.

00:03:10: das ist das gleiche was bei paar Familien der Fall ist.

00:03:15: also insofern kann man sagen ist Herr Stocker hat ja nicht genannt wo sozusagen diese Person lebt Diese Modellperson, diese Alleinerziehende.

00:03:25: Weil auch das ist sozusagen regional gibt es eine große Unterschiede.

00:03:27: Es gibt sehr viele Leistungen auf Gemeinde und auf Landesbundeslandsebene die variieren sozusagen im Unterstützungsausmaß.

00:03:35: Das heißt also von Bundesland zu Bundesland ist es total unterschiedlich aber nicht wie viel Kinder man bekommt.

00:03:41: Doch

00:03:41: die Unterschiede sind doch da, wie viele Kinder man hat.

00:03:44: Wie hoch das Einkommen ist?

00:03:46: Das Erwerbsseinkommen und wo man wohnt.

00:03:49: Also in Österreich hat es eine große Bandbreite und gibt's grosse Abweichungen auch regional.

00:03:55: Vielleicht noch immer.

00:03:55: so kurz zum Familienbild auch an sich.

00:03:58: also wer ist denn in Österreich überhaupt meistens alleine erziehend und wie hat sich das Bild vielleicht auch verändert so in den Jahren?

00:04:05: Also wie kann man sich das so vorstellen?

00:04:08: Also wenn man sich jetzt anschaut, grundsätzlich mal den Anteil der alleinerziehenden Familien an allen Familien mit Kindern unter fünfzehn Jahre dann ist er eigentlich relativ konstant geblieben.

00:04:22: Vielleicht ein bisschen sogar zurückgegangen.

00:04:24: also der Peak war das so um die Jahrtausendwende etwa und im Prinzip sind heute sowie damals die meisten alleinerziehenden Familien von Müttern angeführt, sozusagen.

00:04:37: Also das heißt eine Mutter ist die Alleinerziehende und nicht die Väter.

00:04:40: Der Anteil der Väter ist auch leicht hat leicht dazugenommen dass schon aber jetzt auch nicht gigantisch.

00:04:46: wir liegen jetzt bei im Jahr fünfundzwanzig waren sie in etwa zwölf Prozent aller Familien mit Kindern unter fünfzehn wann von einer Frau alleinerziehend Mutter angeführt so zu sagen Und zwei Prozent waren ein Alleinerzieherfamilien mit einem Vater.

00:05:00: und ja wie gesagt Insgesamt nehmen Familien und Haushalte mit Kindern ab in Österreich.

00:05:07: Also da gibt es einen großen Rückgang, und der Rückgang ist aber insbesondere bei Paarfamilien – und verheirateten Paar-Familie dort insbesondere.

00:05:15: Dort nimmt sie ab.

00:05:17: Die Singlehaushalte nehmen also ganz besonders stark zu in den letzten Jahrzehnten, aber es nehmen auch leicht die Paarfa- familien ohne Kinder sozusagen zu.

00:05:28: Wenn man noch dazu kommen wollen, wer ist das?

00:05:31: Also grundsätzlich hat sich kaum verändert in den letzten beiden Jahrzehnten dass es eben hauptsächlich Frauen sind.

00:05:36: Dass weniger oft Migrationshintergrund haben als in der Gesamtbevölkerung Eltern haben.

00:05:41: also das heißt sie sind stabiler.

00:05:42: die Ehren von Migrantinnen und Migranten und ja was sich verändert hat allerdings in den Letzten Jahrzehn ist Kinderelter sind.

00:05:53: Also das heißt bei sehr kleinen Kindern, also jetzt zum Beispiel wenn man sich die Kerenzgeld oder Kinderbetreuungsgeldbezieherinnen und Müttern in Kerenz anschaut da ist der Anteil der Alleinerziehenden deutlich zurückgegangen.

00:06:04: Das heißt alleinerziehend wird man heute eher im späterem Verlauf sozusagen des Aufziehens der Kinder.

00:06:10: Grundsätzlich ist im urbanen Bereich gibt es mehr Alleinerziehende als im ländlichen Bereich

00:06:15: Und manche Forschungen sagen jetzt eben auch, dass fast jeder zweite einen Elternhaushalt als Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdet gilt.

00:06:25: Warum trifft es denn genau diese Gruppe so hart?

00:06:28: Also wieso sind gerade Alleinerziehende betroffen?

00:06:32: vielleicht auch obwohl Österreich recht großzügig Familienbeihilfen oder Familienhilfen vergibt.

00:06:38: Grundsätzlich fehlt es Alleinerziehenden eigentlich an Zeit und an Geld.

00:06:44: Wenn Sie von dem einen mehr haben, dann haben sie vom anderen weniger.

00:06:47: Es gibt doch Erhebungen dazu wie viele Alleinerziehende auch Zweiten Elternteil zumeist dem Vater regelmäßigen Kindesunterhalt bekommen und Vollständigen.

00:06:58: Na ja, und da sind wir bei über einem Drittel die das gar nicht bekommen.

00:07:02: Also das heißt er lasst sozusagen der Vater zumeißt aus bei den Unterhaltsteilungen fürs Kind Und das bringt natürlich dann eine Mutter in eine prekäre Situation.

00:07:13: Dann hat eine Alleinerzieherin selbstverständlich auch fast den gleichen Bedarf an Wohnraum, wie jetzt eine Familie wo beide Eltern da sind.

00:07:22: Hat natürlich muss man sagen der zweite Elternteil wenn er die Kinder immer wieder bei sich hat ebenfalls hat auch einen größeren Wohnraumbedarf.

00:07:29: also das heißt man hat insgesamt doppelten fast Wohnraum bedarf vielleicht nicht ganz doppelt aber doch und es kostet.

00:07:35: Also das heißt eine Trennung eine Scheidung kostet getrennt leben mit Kindern kostet.

00:07:39: Also das Bewusstsein sollte man glaube ich habe, bevor man eine Trennung sozusagen angeht.

00:07:45: Das haben ja auch viele, viele fürchten sich auch davor aber es ist einfach eine Tatsache und wie gesagt Zeit ist eben ein riesiges Problem weil die beiden Alleinheitshierenden dann eben doch oft der Seite Eltern teil als Unterstützung fehlt nicht immer.

00:08:00: Es gibt natürlich auch getrennte Eltern die sich da gegenseitig unterstützen Aber oft ist es auch nicht so.

00:08:08: Es gibt auch einen relativ hohen Anteil, das variiert auch je nach Studie.

00:08:11: Und es ist auch schon auf ältere Zahlen, wo einfach auch zichtbar ist, dass sehr viele Kinder von gedreht lebenden Eltern zum Vater gar keinen Kontakt mehr haben.

00:08:20: Also das ist eine gar nicht so geringe Zahl, dass der Kontakt auffälliger abbricht.

00:08:24: Das bedeutet natürlich auch, dass die Unterstützungsleistung bei den Kindern Betreuung für die Mutter dann nicht vorhanden ist durch den zweiten Elternteil und man sich halt mehr auf institutionelle Kinderbetreuung, auf die Herkunftsfamilie verlassen muss.

00:08:39: Und da es die Frage ist wie überhaupt gegeben?

00:08:41: Ist die Kinderbetreuerung ausgebaut zeitlich bei den Öffnungszeiten

00:08:45: etc.?

00:08:46: Dann kann man natürlich auch nicht in dem Ausmaß erwerbstätig sein.

00:08:49: Ja das unterscheidet sicher auch vom Bundesland zu Bundesland recht stark, also in manchen Orten gibt es ja bessere oder mehr Kinderbetreuung und ist vielleicht günstiger als an anderen Orten.

00:08:58: Also da gibt's ja auch einige Herausforderungen auch noch bei uns.

00:09:02: Richtig!

00:09:03: Und Sie haben jetzt schon einige Herausforderungen im Angesprochen, also auch dass viele keine Unterhaltszahlungen erhalten zum Beispiel oder eben der Wohnraum.

00:09:12: Was würden Sie sagen?

00:09:12: Sind denn so die größten Herausforderungen überhaupt?

00:09:15: Ist es das die Kinderbetreuung recht teuer ist oder eben dass man weniger arbeiten kann?

00:09:20: Also wenn man das einzige Elternteil ist was würden sie sagen?

00:09:22: Ist da so das Größte?

00:09:25: Ja also was ich ja vorhin schon gesagt habe... Tatsächlich am allermeisten fehlt ist Zeit und Geld.

00:09:30: Und das ist sozusagen wechselseitig dann mehr oder weniger verfügbar, da kommt dann zu dem Punkt was hilft dabei?

00:09:37: Das ist natürlich Kinderbetreuung mit ausgedehnten Öffnungszeiten, Ganztagsschulen... wo sozusagen auch die Hausebunk dann erledigt wird innerhalb der Schule oder keine Hauswung anfällt, wenn man einfach weiter lernt am Nachmittag.

00:09:51: Dann flexible Arbeitszeiten sind sicher ganz wichtig – das Dinge, die existieren aber natürlich nicht in allen Berufen und Homeoffice-Möglichkeiten sind natürlich auch hilfreich bei einer für Alleinerziehenden auch nicht möglich in allen Berufen, aber in etwa der Hälfte der Berufen.

00:10:06: Da ist das sozusagen möglich oder die Hälften der Beschäftigungsverhältnissen.

00:10:11: Also das heißt es hilft natürlich auch wenn ein Kind krank ist und es handelt sich nicht um einen kleinen Kind ja dann kann ich auch arbeiten während das Kind noch im Bett liegt und vielleicht viel wahr hat und ich schaue halt hin und wieder drauf.

00:10:22: also da sind so Dinge weil halt da dann der zweite Elternteil fehlt und auch dieser Pflegeurlaub begrenzt pflege Freistellung ganz korrekt gesagt.

00:10:30: Also es ist einerseits ökonomisches Präkariat, Zeitnot das sind so die Herausforderungen.

00:10:36: und natürlich die Teilzeiterwerbssichtigkeit reduziert diesen Zeitnot aber dann kommt sie wieder finanziell so eingepassen.

00:10:43: Und im Prinzip also ist das immer so eine Waage, die halt auf und ab vergeht.

00:10:49: Ja

00:10:49: Sie haben auch gemeint eben dass seine Scheidung ja so teuer ist.

00:10:53: Also ich meine jetzt nicht alle die zusammen den kind kriegen natürlich verheiratet.

00:10:56: Aber ist eine scheidung wirklich immer teuer?

00:10:58: oder nur wenn es eben dazu kommt, dass man sich nicht einig ist und dann anwalt und alles ran muss.

00:11:04: Oder kann's auch relativ günstig noch mal von starten gehen!

00:11:09: Also ich glaube das eine ist, dass habe ich jetzt nicht unbedingt gemeint.

00:11:12: Dass die Scheidung, sondern sich das das trennen, das getrennt leben, das geschieden sein.

00:11:16: Eine Scheidungen kann natürlich auch teuer sein.

00:11:19: Die ist aber insbesondere dann teuer wenn man sozusagen es sich nicht einigen kann bei Absorge und vor allen Dingen Kontaktrecht mit den Kindern.

00:11:26: Dann kann das Jahre dauern.

00:11:27: also seit der Neuregelung Absorger- und Kontaktrecht kann das einfach immer wieder aufgerollt werden und neue Anträge gestellt werden.

00:11:33: Das bedeutet, dass teilweise zehn Jahre oder länger gekämpft wird im immer wieder und dieses Neuordnen des Kontaktrechts.

00:11:42: Das heißt, wie viel Zeit die Kinder bei welchem Elternteil verbringen?

00:11:46: Und das ist natürlich auch immer verknüpft mit den Unterhaltszahlungen für die Kinder.

00:11:50: Also das heisst je mehr Zeit bei dem einen Elternteil gibt es halt gewisse prozentuale Grenzen der Gesamtbetreuungszeit und da gibt's ja natürlich auch da Streit darum wenns um die unterhalts Zahlung eingeht fürs Kind.

00:12:03: Vielleicht doch mal so ein konkretes Beispiel, dass man sich ein bisschen vorstellen kann.

00:12:07: Also eine Mutter mit einem Kind sagen wir in Teilzeitarbeit wie viel an Leistungen könnte sie denn jetzt bekommen oder wie viele Hilfe vom Staat auch?

00:12:15: Könnte ihr da zustehen?

00:12:17: Naja, wir haben vorhin schon gesprochen wenn die Mutter im untersten Einkommensdieziel ist bekommt sie rund achthundertfünfzig Euro monatlich pro Kind.

00:12:27: dieser Betrag nimmt ab je höher das erzielbare Einkommen und als Einkommen ist es sie erzielt.

00:12:33: Also so kann man es sagen.

00:12:35: Grundsätzlich kann man noch sagen, je niedriger das Einkommen ist, desto eher spielen auch Leistungen auf Landesebene Bundesländerebene und Gemeindeebene eine Rolle während die Bundesleistung eher sozusagen für alle da sind.

00:12:51: unabhängig vom Einkommen meine ich jetzt Das heißt, hier weniger Einkommen, desto eher spielen so Dinge wie die Wohnbeihilfe, die Mindestsicherungssozialhilfe eine Rolle oder vielleicht Heizkostenzuschuss.

00:13:03: Das sind alles Dinge, die eben nicht auf Bundesebene geregelt sind sondern regional gereglt sind und die bei niedrigen Einkommen dann vor allen Dingen schlagend werden und eine große Rolle spielen.

00:13:12: Wer hat natürlich FamilienbeihILFE unabhängig ist vom Einkommen.

00:13:16: der Familienbonus Plus im Gegenteil sogar?

00:13:19: nur ausgezahlt wird ab einem monatlichen Einkommen von etwa zweitausendfünfhundert Porto im Monat.

00:13:24: Und ansonsten bekommt man ja nur den Kinder mehr Betrag, der deutlich geringer angesetzt ist.

00:13:30: Also das heißt im Grunde genommen, dass so schaut es aus also wieder mal alles sehr regional abhängig und je niedriger das Einkommen, desto eher spielen die regionalen Leistungen eine Rolle.

00:13:40: Aber Familienbonus Plus sehen Sie das als sehr hilfreich auch für Leinerziehende oder Ginge da noch was?

00:13:46: Ging es noch besser?

00:13:48: Nun ja, die Sache mit dem Familienbonus Plus ist natürlich... Es ist eine steuerliche Familienleistung.

00:13:54: Also das heißt da geht es darum dass die Steuern die man bezahlt zu reduzieren.

00:14:00: Es gibt einfach Länder die entscheiden sich dafür gar keine steuerlichen Familienleistungen zu gewähren und Österreich hat sich entschieden mit der Einführung dieses Familienbonos Plus eine relativ großzügige steuerlich Erleichterung für Familien zu geben aber halt nur für Familien Beziehungsweise bislang einen Elternteil, der ein gewisses Einkommen hat.

00:14:21: Das ist jetzt nicht wahnsinnig hoch angesetzt, da bewegen wir uns eher im Durchschnitt.

00:14:26: also das heißt Familien die halt deutlich gering verdienen oder deutlich weniger arbeiten.

00:14:32: Also das ist entweder oder weil nicht jeder der sozusagen wenige Stunden arbeitet verdient zu wenig und umgekehrt.

00:14:39: manche arbeiten vollzeit und kommen nicht auf dieses Einkommen Also die bekommen ihn dann nicht.

00:14:43: Man kann natürlich sagen, das ist in der vorigen gewisse Art und Weise ungerechter weil wenn ich Vollzeit arbeite und dennoch nicht dieses oder vielleicht Vollzeit nahe Teilzeitarbeiter und den noch so wenig verdienen, dann bekomme ich diese Erleichterung für meine Kinder und für das Aufziehen meiner Kinder nicht.

00:15:01: Das ist natürlich das Kammern gewisserweise als eine Ungerechtigkeit betrachten, weil es ja auch darum geht, dass auszugleichen was Eltern leisten beim Aufziehen von Kindern gegenüber Leuten, die keine Kinder aufziehen.

00:15:15: Man hat sich halt entschieden stattdessen diesen Kinder mehr Betrag zu gewähren der in etwa glaube ich siehundert Euro im Jahr sind also deutlich weniger als das was man bekommt wenn man mehr verdient.

00:15:25: Dennoch muss man sagen Österreich hat nach wie vor eine der höchsten monetären Transfers Anteil am Budget sozusagen im Ländervergleich innerhalb der EU.

00:15:34: also das heißt wir zahlen nach wie Vor sehr viel über reine Geldleistungen aus den natürlich dann

00:15:40: auch

00:15:40: bzw.

00:15:41: sogar vermehrt Geringverdienerinnen zustehen und wo ich mir denke oder was ich sagen würde, wo sozusagen am ersten gerecht eigentlich verteilt wurde und auch zielgerichtet gefördert würde.

00:15:56: Familien mit Kindern und die Kinder nämlich in dem Fall das wäre über gute Sachleistungen.

00:16:01: Also das heißt, da hat Österreich zwar wirklich in den letzten zehn Jahren, fünfzehn Jahren vielleicht sogar zwanzig Jahre vor allem aufgeholt.

00:16:09: Dass es einen höheren Anteil des Beeps jetzt für Sachleistungen ausgibt.

00:16:13: aber dennoch haben wir im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch einen Aufholbedarf hier.

00:16:18: also das heißt dass mehr Geld in institutionelle Kinderbetreuung fließt, in Ganztagsschulen fließet, in Sachleistung für Familien ganz grundsätzlich.

00:16:28: Gibt es denn irgendwelche Leistungen oder kann man irgendwas beantragen, was vielleicht pürogratisch aufwendig auch ist?

00:16:33: Oder oft halt dadurch auch vielleicht übersehen wird von vielen Alleinerziehenden an das die vielleicht nicht so denken.

00:16:39: Aber was ihnen auch helfen könnte also egal jetzt ob Sachleistung oder Geld gibt es da etwas was ihnen einfällt.

00:16:45: Naja, also ich glaube das halt alles was mehr spezifiziert ist.

00:16:48: Was mit mehr Antragsaufwand verbunden ist.

00:16:50: natürlich sind die Hürden größer und da reden wir von der Wohnbeihilfe.

00:16:54: Die ist besonders komplex im Antrag stellen und wird vielleicht doch einige geben die da scheitern einfach oder vielleicht nicht Bescheid wissen und da kann ich mir vorstellen vielleicht auch Heizkostenzuschuss dass sie sicherlich auch so eine Leistung von der einen, die gar nicht wissen und nicht wissen dass sie da Antrag stellen können.

00:17:12: Ist aber sicher relevant.

00:17:13: wenn man bedenkt wie da jetzt die Preise anfallende Gaspreise auch jetzt steigen werden oder schon am Steigen sind wird das sicher für diesen Winter durchaus was Relevantes sein.

00:17:23: Und dann müsste man halt auf regionaler Ebene schauen weil es ist auch sehr regional geregelt.

00:17:27: wo gibt's Heizkostentuschuss?

00:17:28: Gibt es dort in der Gemeinde im Bundesland wo ich wohne

00:17:31: etc.?

00:17:32: Sie haben auch gerade angesprochen, dass Österreich ja eben im Vergleich auch recht gut ist bei den Geldleistungen vor allem.

00:17:39: Wie stehen wir denn genau im Gegensatz zu anderen Ländern da?

00:17:42: Also gibt es andere die vielleicht auch in anderen Dingen noch besser sind als wir, was vielleicht auch konkret Alleinerziehende betrifft oder sind andere EU-Länder auch vielleicht in irgendeinem anders noch besser?

00:17:53: also wie sehen sie das?

00:17:55: Grundsätzlich gibt es eine Diskussion darüber, wie sinnvoll sind überhaupt Geldleistungen?

00:18:00: Also monetäre Transfers.

00:18:02: Ist das wirklich gut so die einfach auszuschütten und kommen die dann beim Kind an?

00:18:08: und ist es nicht besser stärker in Sachleistungen zu investieren?

00:18:11: also ich glaube diese Diskussion gibt's schon lange und es gibt sehr viele Gründe sage ich mal dafür dass man eher in Sachleistungen investiert und schaut dass die Leute das brauchen gratis Zugang haben zu diesen Sachleistung.

00:18:23: dann kommt es beim Kind auch eher an.

00:18:24: Das heißt, wenn ich eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung habe, Kinderbildungsangebote habe vor allen Dingen, dann kommt das beim Kind an

00:18:33: bzw.,

00:18:33: wenn die Öffnungszeiten in der Betreuungseinrichtung groß und weit genug sind, kann ich als alleinizierende Mutter tatsächlich einen höheren Stundenausmaß arbeiten.

00:18:43: Aber grundsätzlich ist Norwegen ein Land Längere Traditionen hat von Vizil der Förderung von Alleinerziehenden, wo auch monetäre Transfers ausgeschüttet werden im größeren Umfang direkt für Alleinerziehende.

00:18:56: Und zum Thema Arbeit vielleicht noch?

00:18:58: Also Alleinerziehen sind ja eben wie wir auch schon besprochen haben oft auch wegen der Zeit mit dem Kind in Teilzeit.

00:19:06: was weiß man da jetzt über langfristige Folgen?

00:19:09: ist das gescheit, ist es nicht gescheiht?

00:19:11: natürlich geht's oft nicht anders.

00:19:13: Was spielt dann noch mit?

00:19:18: Die Teilzeitfalle wird ja oft angesprochen und so weiter.

00:19:21: Also was sehen Sie da aus Ihrer Forschung?

00:19:24: Na ja, grundsätzlich sind Alleineziehende eigentlich in einem höheren Stundenausmaß erwerbstätig als Frauen im Paarfamilien weil sie schlichtweg das Geld brauchen.

00:19:33: Und sie sind allerdings auf der anderen Seite auch häufiger arbeitslos.

00:19:38: Also ich meine, das ist die andere Seite der Mitseile.

00:19:40: Wenn Sie gar keine Betreuungsangebote haben können, ein Unterstützungsnetzwerk dann landen sie eher in der Arbeitslosigkeit und sind abhängig von Sozialleistungen.

00:19:47: Das ist natürlich ein ganz besonderes großes Problem im Bezug auf spätere Pensionsansprüche

00:19:53: etc.,

00:19:53: natürlich Teilzeit ganz grundsätzlich aber wie gesagt es betrifft jetzt nicht unmittelbar die alleinerziehenden stärker.

00:19:59: Teilzeitarbeit längere Zeit vor allen Dingen, wenn das Teilzeitausmaß eher gering ist und mein Einkommen nicht so hoch.

00:20:06: Das wie gesagt immer alles abhängig davon, wie mein Einkommenausschalter und weniger der Stundenausmaß ausschlaggebend.

00:20:13: aber natürlich wenn man lange in Teilzeit arbeitet und wenig verdient dann wird die Pension bei diesem langen Durchrechnungszeitraum den wir ja schon längere Zeit haben für die Pensionsberechnung Schaut das natürlich eher trist aus.

00:20:26: Bei Alleinerziehenden fällt halt die Möglichkeit weg des Pensionssplittings, des Freiwilligen – wobei mich sagen es auch bei Paarfamilien wird das ja kaum genutzt!

00:20:36: Aus welchen Gründen auch immer?

00:20:38: Also einerseits glaube ich weiß viele nicht wissen eventuell sträuben sich auch die Männer weil das ist ja sozusagen freiwillig und kein Abtart.

00:20:45: Also ich glaube, da wäre es auch in der Zeit, dass man das mal angeht und das Pensionsplitting zumindest zu einem Opt-Out-Modell macht.

00:20:52: Damit eine Diskussion in der Familie darüber stattfindet, damit das Bewusstsein geschaffen wird etc.

00:20:58: Also Sie haben gesagt, dass eben alleinerziehende meistens doch eher in Vollzeitarbeit sind?

00:21:04: Meistens in Vollzeitarbeit sind sie nicht in den höheren Stunden aus Maserwerbs tätig als die Frauen im Paarfamilien.

00:21:11: Interessant fand ich's nämlich auch noch... dass Alleinerziehende nicht nur Armut, sondern auch Ausgrenzungsgefährdet sind häufiger.

00:21:17: Hat das etwas damit zu tun?

00:21:19: Dass sie oft ein höheres Stundenausmaß arbeiten und dann den Rest der Zeit mit den Kindern verbringen müssen?

00:21:26: Selbstverständlich hat es was damit zu machen, dass Sie generell Zeitnot haben.

00:21:29: Das ist eben dieses Thema der Zeitnot.

00:21:31: Und natürlich können Sie wenn der zweite Partner nicht da ist, nicht so leicht irgendwie soziale Netzwerke... am Abend zumindest knüpfen, vielleicht auch untertagsgut.

00:21:42: Auf der anderen Seite sind Alleinerziehende eigentlich schon sehr vernetzt mit Freundinnen und vor allen Dingen in der Herkunftsfamilie fernende Vorhanden ist.

00:21:52: die Sache so ferns vorhanden ist, dann haben sie da sogar ja mehr Kontakte, weil sie die einfach brauchen.

00:21:57: Die sind halt hauptsächlich dann auch geknüpft für die Betreuung und Versorgung der Kinder – also das sind dann ihr Hilfsnetzwerke!

00:22:04: Und natürlich sind Sie sonst dann oftmals eher ausgeschlossen, sage ich mal, weil Sie die Zeit einfach nicht haben?

00:22:12: Einfach in Ihrer Freizeit und Zeit für sich selbst sozusagen ist

00:22:15: Mangelware?!

00:22:16: Ja, das ist mir auch im Gespräch mit der Leinerziehenden... auch sehr viel untergekommen, dass da eben Hobbys finden halt zum Beispiel gar nicht mehr statt oft.

00:22:24: Weil einfach nicht die Zeit da ist.

00:22:27: Vielleicht noch mal zu den Bezügen also außer Geld?

00:22:30: Sie haben eben auch angesprochen das sie es sehr sinnvoll finden würden wenn's halt noch viel mehr Sachbezüge geben würde oder andere Dinge die jetzt nicht monetäre Überweisungen sind sozusagen.

00:22:39: was gibt es danach was aus ihrer Sicht besonders sinnvoll wäre?

00:22:42: also vielleicht doch Bei der Arbeit ist ja auch Homeoffice angesprochen, dass es da die Möglichkeiten gibt.

00:22:47: Flexible Arbeit das natürlich sehr hilfreich ist.

00:22:51: Was gibt es dann noch was eben auch Alleinerziehende denn aus ihrer Sicht besonders entlasten würde?

00:22:57: Ja natürlich entlastete Leineziehende auch schon derzeit der soziale Wohnbau Das heißt gerade für Alleinerziehende ist sozialer Wohnbau enorm wichtig.

00:23:07: Die leben öfter auch im sozialen Wohnbau als andere Familienformen und Das ist natürlich wichtig, dass der weiterhin ausgebaut wird.

00:23:16: Es gibt auch immer wieder in Wien Projekte für Alleinerziehende also Wohnprojekte Für Alleinerzehende.

00:23:21: so etwas ist sicherlich sehr hilfreich und davon kann es sicherlich sage ich mal nicht genug geben.

00:23:27: Ich wollte noch etwas sagen vielleicht zu den monetären Leistungen.

00:23:30: von den Leistungen wo vielleicht man nicht davon weiß?

00:23:33: Es gibt seit Juli, seit Julie, sechsundzwanzig also Juli diesen Jahr eine neue staatliche Hilfe.

00:23:40: Das ist der sogenannte Unterstützungsfonds für Alleinerziehende und davon profitieren Alleinerziehende, das war eine lange Forderung der SPÖ muss man sagen, Alleinerziehen die für ihre Kinder also weder Unterhalt vom Ex-Partner noch einen staatlichen Unterhaltsvorschuss erhalten und davon gibt es auch nicht zu wenige d. h., wenn der Vater zum Beispiel Irgendwo im Ausland ist es unauffindbar, wenn der Vater in Gefängnis ist und so weiter.

00:24:04: Dann gibt es keine Möglichkeit des Staates diesen Unterhalt wieder zurückzufordern.

00:24:09: Und dann ist bislang jahrelangen Jahrzehnte lang sind Alleinerziehende um den staatlichen Unterhaltsvorschuss umgefallen, wenn diese Nicht-Einbringbarkeit gegeben war vom Ex-Partner weil er grundsätzlich ein Vorschuss, der wieder von dem Ex-Partner geholt wird oder vom Vater des Kindes.

00:24:25: Und da gibt es eben jetzt diesen Fonds, wo man durchschnittlich zweihundertvierzig Euro pro Kind und Monat erhält.

00:24:31: Sofern das Netto-Einkommen nicht mehr als rund zweitausend achthundert Euro beträgt.

00:24:38: Also

00:24:38: d.h.,

00:24:38: die Abwicklung des Ganzen läuft über das Sozialministerium und d. h., dass ist eine relativ neue Leistung für eben alleinerziehende, wo es keinen Unterhalt und keinen Unterhaltsvorschuss gibt.

00:24:50: Also ganz wichtig!

00:24:51: Da kann man zum Sozialministeriums gehen diesen beantragen.

00:24:56: Okay, ja gut das ist natürlich bestimmt sehr wichtig für einige Leute.

00:25:00: aber sie haben gemeint eben man darf nicht mehr als netto zweitausend achthundert Euro verdienen.

00:25:04: da sollte man beachten.

00:25:05: Das sollte man bei acht nicht mehr aus.

00:25:07: zwei acht Netto.

00:25:08: aber wie gesagt es ist eine relativ hohe Grenze wenn man beteckt dass es beim Familienbonus zweitaussundfünfhundert Potos sind die man im Monat verdienen muss um den zu bekommen.

00:25:18: Okay, gut das ist natürlich sehr wichtig für einige Menschen.

00:25:21: Vor allem weil sie auch gesagt haben dass es ja doch auch sehr viele Ein-Personen-Haushalte sage ich jetzt mal gibt wo einfach keine Absorge da ist oder der Vater oder die Mutter in dem Fall halt eben keine Absage leistet.

00:25:33: Keine Unterstützung und keinen Kindesunterhalt zahlt!

00:25:36: Gut Frau Dörflerbald was werden jetzt aus ihrer Sicht wenn wir jetzt das alles zusammen fassen sozusagen?

00:25:41: Oder nochmal ein Fazit ziehen... Finanz-Tipp für Alleinerziehende oder was wäre denn Ihr Tipp?

00:25:47: Was sollte man sich dann anschauen, welche Leistung sollte man nicht entgehen lassen.

00:25:52: Was würden Sie da empfehlen?

00:25:54: Nun ja ich glaube ganz wichtig wäre auch dass man nicht den Ex-Partner vielleicht auch einfach schonend um das Friedens willen.

00:26:04: Ich glaube das passiert auch des Öfteren nämlich nicht schonend wenn er nicht bereit ist ausreichend für die Kinder zu bezahlen.

00:26:13: Es geht dann nämlich um das Geld der Kinder, dass ist etwas was den Kindern zusteht und nicht der Mutter.

00:26:19: also das heißt wenn die Mutter da großzügig verzichtet eventuell ja dann tut sie ihren Kindern eigentlich nichts Gutes Ja?

00:26:26: Und ich glaube das passiert schon des Öfteren.

00:26:31: man sollte daher auch regelmäßig die Einkommen der Väter oder vielleicht auch der Mutter, das kann ja genauso sein.

00:26:39: Wenn der Vater der Alleinerziehende ist es sind wie gesagt deutlich weniger aber dennoch dass man diese Einkommen regelmäßig überprüfen lässt und auch neu berechnen lässt was einem jetzt zusteht.

00:26:51: also ich glaube das ist ganz wichtig.

00:26:53: und weil der Staat ja er springt teilweise ein wenn der Vater zu wenig zahlt.

00:26:58: Aber erstens mal gesamtstaatlich gesehen ist das eigentlich nicht der Sinn der Sache dass der Steuerzahler dafür aufkommt, wenn ein Vater nicht willens ist zu zahlen obwohl er könnte.

00:27:08: Also ich glaube das ist ein ganz wichtiger Punkt glaub' ich und die Mütter dann, ich sage jetzt Müttern weil es meistens Mütte sind wirklich daran denken das ist das Geld der Kinder und es geht nicht darum sie jetzt irgendwie gierig oder sonst was sind sondern es geht um die Ansprüche der Kinder ansonsten.

00:27:24: ich glaube Insgesamt, glaube ich ist es auch wichtig dass der Staat oder auch die Stadt immer mehr investiert in Paarberatung und in den Elternpaarberaten.

00:27:39: Und das man vielleicht auch schaut ob man als Paar nicht doch eine Lösung findet miteinander weiter auszukommen.

00:27:46: Es ist gut und eine gute Errungenschaft des Frauen vor allen Dingen jetzt in der Lage sind sich zu trennen und wenn einer Beziehung wirklich nicht mehr erträglich.

00:27:56: Aber wie gesagt, auf der anderen Seite denke ich es ist auch wichtig dass es Unterstützungsangebote für Paare gibt vielleicht eine Lösung zu finden doch zusammen zu bleiben.

00:28:06: Das zeigt die Forschung ganz wenigen Anspruch genommen also solche Beratungsangeboten.

00:28:12: Also das ist sicher auch ein Tipp.

00:28:14: das zweite ist ja viele Sachen beziehen sich wirklich auf die Zeit vor der Trennung Dass man nicht wirklich darauf achtet dass man ein eigenständiges Erwerbsseinkommen hat Eigentumsverhältnisse geklärt sind.

00:28:28: Dass ich nicht, wenn ich sozusagen dieses Haus mitbringe in die Ehe oder diese Wohnung, dass ich dann den Partner reinschreib obwohl das Mainz ist... Also ich glaube solche Dinge muss man vorher so sagen wirklich auch wenn der Ehe noch so glücklich ist gerade oder die Beziehung dann, dass man schaut, dass wir finanziell klare Verhältnisse schafft und gerecht aufgestellt ist, auch während der Partnerschaft.

00:28:51: Dann hat man nachher nicht so die Überraschung – ich glaube das ist auch wichtig!

00:28:55: Und es kriegt natürlich für beide Geschlechter.

00:28:57: Und sonst, glaub' ich, ist es wichtig für Alleinerziehende dass sie sich ein gutes Netzwerk aufbauen mit anderen Eltern, mit anderen, die vielleicht auch alleinerziehen sind aber auch nicht alleine ziehen sind, die nahe wohnen dass man ganz einfach auch Hilfe annimmt.

00:29:14: Ich glaube, das ist wichtig, dass man fragt um Hilfe wenn jetzt das Kind krank ist und man muss schnell weg oder sonst was?

00:29:20: Oder muss arbeiten, dass mal jemanden fragt?

00:29:23: Das ist wichtig!

00:29:24: Und ansonsten... Dass man wirklich seine Zukunft nicht aus den Augen verliert im Sinne von der Pensionsansprüche.

00:29:30: Ich glaub' es gilt für alle Mütter vor allen Dingen Müttern.

00:29:34: Männer weiß man sind ja zum Beispiel alleine ziehende Väter sind NICHT Häufiger, armutsgefährdet als Fettbeziehungen.

00:29:43: Das betrifft nur die Mütter also die alleineziehenden Müttern.

00:29:46: das heißt es hat sehr viel damit zu tun was verdienen Frauen?

00:29:49: Was verdienen Männern?

00:29:50: dass Frauen einfach weniger verdienen aus unterschiedlichen Gründen.

00:29:53: einerseits ist es Berufswahl das heißt auch da schon aufpassen.

00:29:57: andererseits ist natürlich die Arbeitszeit Ausmaß aber es is doch weil man eben Betreuungsaufgaben übernimmt und deswegen weniger bezahlte Arbeit leistet.

00:30:07: Also solche Dinge im Auge behalten, um nicht in diese Armutsgefährdung zu rutschen.

00:30:13: Und ich glaube wichtig ist es für Alleinerziehende auch dass sie sich Freiräume schaffen für sich selbst.

00:30:19: also.

00:30:19: das heißt hin und wieder mal Ausgehen alleine oder Freundinnen treffen zum Café, Sport machen.

00:30:26: Irgendetwas ohne Kind, ohne Kinder nur für sich selbst auch wenn das noch einmal im Monat ist aber dass zumindest regelmäßig etwas da ist damit man einfach nicht ausbremt.

00:30:37: ich glaube das ist auch ganz wichtig.

00:30:39: Ja genau also wenn man eben schon Vollzeit arbeiten muss und generell schon wenig Zeit hat.

00:30:44: Sie haben das sehr erhellend nochmal zusammengefasst.

00:30:47: am Ende vielen Dank Frau Dörfler-Bold.

00:30:50: Vielen Dank für Ihre Zeit und die klaren Antworten.

00:30:53: Danke, dass Sie gekommen sind!

00:30:55: Danke für das interessante Gespräch!

00:30:57: Danke euch auch fürs Zuhören liebe Hörerinnen und Hörern!

00:31:00: Und wenn es euch gefallen hat dann freuen wir uns natürlich, wenn ihr diese Folge auch jemandem weiter empfehlt.

00:31:06: Vergesst nicht uns zu abonnieren und wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann bitte schreibt uns gerne an podcastatderstandard.at.

00:31:15: Diese Folge wurde produziert von Christoph Neuwirt.

00:31:17: Ich bin Melanie Reidel,

00:31:18: tschau

00:31:19: und bis zum nächsten Mal!