Lohnt sich das?

Lohnt sich das?

Der STANDARD-Podcast über Geld

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00:00:17: Willkommen zu.

00:00:18: Lohnt sich das, der Standard-Podcast über Geld.

00:00:21: kommenden Freitag am zehnten Juli da beschließt er Nationalrat das Doppelbudget für twenty siebenundzwanzig und zwanzig achtundzwantig also kurz gesagt den Plan wie viel der Staat einnimmt wofür er was ausgibt und wo gespart wird.

00:00:35: Das ist ein wirklich wichtiger Plan der uns ja alle betrifft und es sollen rund fünf Milliarden Euro eingespart werden Und dass Defizit soll bis zwanzigertwanzig wieder unter drei Prozent sinken.

00:00:47: Aber was bedeutet das jetzt eigentlich und warum wird da so viel darum gestritten?

00:00:51: Was heißt es auch für jeden Einzelnen von uns.

00:00:54: Und darüber spreche ich heute mit jemanden, der das Budget kennt wie kaum ein anderer Christoph Badelt Präsident des österreichischen Fiskalrats.

00:01:03: Vielen Dank dass Sie gekommen sind!

00:01:05: Schönen Dank für die Einladung.

00:01:06: Grüß Gott allseits.

00:01:08: Aber bevor wir loslegen, hier noch ein kurzer Hinweis an unsere Hörerinnen und Hörern.

00:01:12: Wenn ihr keine Folge mehr verpassen wollt dann bitte abonniert uns doch gerne auf Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer ihr gerne Podcasts hört!

00:01:20: Dann verpasst ja auch keine neue Folge mehr von uns.

00:01:22: Ja dann legen wir doch gleich los – und zwar vielleicht ein bisschen lebensnaher weil das da bei uns in Lohnsichters gerne so gemacht wird im Vergleich zu einem normalen Haushalt mit einer Familie.

00:01:33: Wie ähnlich funktioniert denn eigentlich das Budget der Republik im Vergleich dazu herbadelt?

00:01:38: Also wie funktioniert die Verteilung und wie kann man sich das so vorstellen, im Vergleich.

00:01:44: Ich glaube dass man das staatliche Budget nicht wirklich mit einem privaten Budget vergleichen kann Obwohl es immer wieder Politiker gibt, die von der schwäbischen Hausfrau fantasieren.

00:01:56: Die auch nicht mehr ausgeben als einnehmen darf.

00:01:59: Natürlich ist das mit dem Defizit ein Problem.

00:02:01: Aber wissen Sie?

00:02:02: Es ist schon deshalb ganz anders weil ... sich eben verschulden kann und der Staat letztlich sich Einnahmen erzwingen kann, indem man Steuern erhöht oder Steueren verändert.

00:02:16: Und das hätte man vielleicht mal gerne im Privatleben, dass man irgendwie die Einnahmen durch eigenen Beschluss erhöhen kann aber das passt halt nicht sehr gut.

00:02:25: Das heißt, wie kann man sich das jetzt vorstellen?

00:02:28: Wie wird da entschieden was denn eingespart wird und was denn ausgegeben wird und etwas nicht.

00:02:33: Also man hört immer wieder... also zum Beispiel wenn man die einzelnen Menschen betrachtet, man hört der Klimabonus wird eingespart dann wird bei den sozialen Ausgaben auch wieder eingespart aber eingenommen wird z.B.

00:02:46: dann anderswo doch wieder.

00:02:47: man hört auch vom Dieselprivileg dass es doch nicht eingespart ist.

00:02:49: Also immer wieder solche Stichworte.

00:02:51: Aber wie kann Man sich das wirklich vorstellen?

00:02:55: Nicht viel am Hut hat, sage ich mal.

00:02:56: Ich glaube es muss uns klar sein dass der größte Teil eines Budgets letztlich fortgeschrieben wird aus der Vergangenheit weil das Ausgaben sind die durch Gesetze bestimmt sind also beispielsweise ein grösser großer Teil Depensionsausgaben oder die Bezahlung der öffentlich Bediensteten oder auch viele Verträge, die die öffentliche Hand hat.

00:03:22: Da sie irgendwas einkauft und da gleich mehr.

00:03:25: Also im Wahrheit geht es meistens um die Veränderungen des Budgets und die wird aber dabei umso mehr gestritten.

00:03:33: Und zwar Veränderung sowohl auf der Ausgabe als auch auf der Einnahmenseite.

00:03:37: Auf der Einnahmenseite haben Sie ein bestehendes Steuer- und Abgangssystem.

00:03:41: das entwickelt sich im Wesentlichen in Abhängigkeit vom Bruttoinlandsprodukt, also von den Einkommen die erzielt werden.

00:03:49: Das heißt sie können da auch eine gewisse Prognose machen wie geht's mit meinen Einnahmen weiter?

00:03:54: aber Sie können natürlich auch sagen ich will irgendwelche anderen Einnahmen erzählen und dann erhöhen Sie Steuern.

00:03:58: oder Sie können sagen Sie wollen die Bürger entlasten?

00:04:01: Und dann senken Sie die Steuerm ... Aber irgendwie muss es halt mit dem Ausgaben zusammen passen!

00:04:06: Und das ist dann die Kunst des Politischen.

00:04:08: Und wie ernst ist jetzt unsere Lage wirklich?

00:04:11: Also müssen wir da jetzt extrem viel einspannen, es wurde ja sehr viel auch diskutiert in letzter Zeit und auch Sie haben das Medial oft kritisiert.

00:04:19: Dass hier nicht genug gespart wird.

00:04:22: also was sagen sie denn noch dazu?

00:04:23: wie ernst steht's?

00:04:26: Ich würde sagen die budgetäre Situation in Österreich ist wirklich schlimm.

00:04:33: aber schlimm heißt in diesem Fall nicht dass demnächst der Staatsbank rot-rot Sondern dass wir in einer Entwicklung drinnen sind, die scheinbar von selbst passiert.

00:04:44: Dass die Staatsverschuldung immer wieder steigt und das die Schere zwischen Einnahmen- und Ausgaben immer größer wird wenn man nicht irgendwas dagegen tut.

00:04:52: Und das ist etwas, was einerseits in der Natur von Entscheidungen liegt die in der letzten Regierung insbesondere getroffen worden sind.

00:05:01: Das hat aber auch viel mit der Demografie zu tun weil die Alterung der Gesellschaft vielfältige Folgen auf den Ausgabendruck der öffentlichen Hand hat zum Beispiel bei den Pensionen aber auch im Gesundheitswesen in der Pflege.

00:05:15: Und es hat drittens etwas zu tun damit, dass wir schon lange Zeit kein ordentliches Wirtschaftswachstum gehabt haben.

00:05:21: Wir haben eine sehr lange Rezession gehabt.

00:05:23: Jetzt wird wieder ein Sanf des Wirtschaftswachtstums prognostiziert.

00:05:26: aber es ist natürlich klar je höher das Wirtschaftswagstum desto mehr Einnahmen sprudeln herein und desto leichter ist es auch ein Budget zu erstellen.

00:05:34: also das sind so im Großen und Ganzen die Faktoren überall.

00:05:38: dem drüber liegen dann auch noch die Vorschriften der Europäischen Union oder besser gesagt der Eurozone, die bestimmte Vorgaben macht wie hoch das Defizit sein darf.

00:05:48: Wie hoch die Verschuldung sein darf und dergleichen mehr.

00:05:52: Und es scheint so zu sein als ob es vor allem die EU ist, die uns sozusagen an der Kandare packt und sagt wir müssen jetzt unsere Defizite reduzieren.

00:06:02: Ich glaube aber persönlich, dass auch ohne EU Vorschriften das notwendig wäre.

00:06:07: Und ich würde da nicht – obwohl ja die Politik gerne dazu neigt sozusagen – die Schuld nach Brüssel zu schieben.

00:06:13: Ich würde das gar nicht so sehen, obwohl das schon auch stimmt.

00:06:16: also rein rechtlich sind wir natürlich verpflichtet, die Stabilitätsregeln einzuhalten.

00:06:21: Dazu möchte ich auf jeden Fall noch kommen, also den EU-Defizitverfahren.

00:06:25: jetzt möchte ich nochmal kurz auf die Dinge kommen wo eingespart wird.

00:06:28: Also Kritikerinnen sagen das vor allem viel bei Sozialleistungen gekürzt wird.

00:06:34: Und sehen Sie das auch so?

00:06:35: Ist es irgendwie ein Problem, dass wir da zuviel bei den Menschen sparen?

00:06:40: oder sehen sie das nicht so?

00:06:42: Wissen Sie sich die Formulierung zu viel bei den Menschen sparen?

00:06:45: Das könnte aus einer heißen politischen Rede stammen.

00:06:48: In Wahrheit kennen sie immer nur, weil es sind die Menschen, die in der einen oder anderen Form einerseits die Einnahmen liefern aber andererseits auch in den Genuster Ausgaben kommen.

00:07:00: Man kann natürlich darüber streiten ob das was jetzt an Einsparungen gedacht ist wobei man sagen muss Es geht meistens nicht so sehr um Einsparungen, sondern um Einsprung beim Zuwachs.

00:07:13: Muss man auch sagen ob das jetzt so dominant ist?

00:07:16: Ich persönlich glaube dass es der Regierung im Großen und Ganzen gelungen ist ein relativ ausgewogenes Budget vorzulegen.

00:07:26: Vor allem wenn man bedenkt dass ja in Zeiten schwachen Wirtschaftswachstums es eigentlich überhaupt nicht so gescheite sein zu sparen weil man ja eher durch Staatsausgaben auch die Wirtschaft ankurbeln kann.

00:07:39: Also das ist ein bisschen eine Gratwanderung, wo man links und rechts runterfallen kann.

00:07:44: Wovon auch die Rede war – und da wird es vielleicht jetzt für manche ein bisschen kompliziert aber sie können uns ja gleich erklären – und zwar die Zinsen für unsere Staatsschulden.

00:07:51: Die werden sich bis zum Jahr zwanzig-einunddreißig fast verdoppeln auf über fünfzehn Milliarden Euro pro Jahr.

00:08:00: Und zum Vergleich, das ist mehr als das gesamte Bildungsbudget.

00:08:04: Was bedeutet das jetzt für den Staat und auch uns Steuerzahlerinnen und Zahlern?

00:08:08: Weil da hat man irgendwie das Gefühl eigentlich hat's da gar keine Ende mehr dann!

00:08:13: Also die Frage mit der Staatsverschuldung und mit dem daraus folgenden Zinsen – das ist eine sehr wichtige Frage weil hier treffen sich oft ideologisch sehr unterschiedlich gefärbten Ökonomien.

00:08:28: Ich sage mal, sie treffen sich in der pragmatischen Einschätzung.

00:08:31: Denn in den wirtschaftswissenschaftlichen Schulen gibt es sehr unterschiedliche Meinungen wie hoch sich ein Staat verschulden kann und das will ich jetzt gar nicht ausführen.

00:08:39: Es würde sehr weit in die Theorie der Makroökonomie hineingehen.

00:08:43: was aber eigentlich niemand will ist dass wir so viel Geld für Zinsen ausgeben?

00:08:49: warum?

00:08:50: Es ist klar mit der Verschuldung steigen die Zinszahlungen und zwar in einem doppelten Sinn.

00:08:55: Sie müssen nicht nur mehr Zins und so etwas mehr Schulden haben, sondern in der Praxis ist es so dass öfter dann auch die internationalen Finanzmärkte sich bei einem Land quasi reichen das keine sehr stabilen Finanzen hat und dort die Zinzen einfach höher werden, die man bezahlen muss.

00:09:13: Und es ist natürlich ökonomisch nicht gescheit einen großen Teil des Geldes Ja, für Zinszahlungen auszugehen.

00:09:20: Es ist wesentlich scheiter.

00:09:21: man gibt hierbei gesagt jetzt etwa das Bildungsbudget oder auch immer nicht.

00:09:26: also es eigentlich das was man am letzten will, dass man staatliche Ausgaben verschulden und auch für Tilgungen vielleicht schon, aber jedenfalls nicht für die Zinszahlungen will.

00:09:35: Und wir kommen aus einer Zeit wo wir sehr wenig Zinsen bezahlt haben.

00:09:39: Wir waren ja in der Nähe von ein Prozent des Butter-Nationalprodukts und wie Sie sagen also unsere Prognose etwa sagt für das Jahr zwanzig dreißig eine Zinsquote von zwei Komma drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

00:09:53: Das sind zwar keine Fünfzehn Milliarden aber es ist auch schon sehr viel Geld.

00:09:56: und wieder zu diesen paar Prozent zurückzukommen.

00:09:59: Und zwar zum EU-Defizitverfahren, also selbst wenn wir jetzt unter drei Prozent kommen bis zwanzig achtundzwanzig, kommen wird dann trotzdem aus diesem EU Defizit Verfahren heraus.

00:10:11: Also Sie haben das ja auch kritisiert, dass sie auch glauben, dass es nicht unter drei Prozent kommen wird und selbst dann kommen wir da nicht raus.

00:10:18: aber warum nicht eigentlich?

00:10:19: Da muss man glaube ich zwei Dinge unterscheiden.

00:10:21: Das eine ist das formale Defizittverfahren dass in seinen Regeln ein bisschen widersprüchlich ist, weil in der jährlichen Beurteilung wird nur auf den Ausgabenfahrt geschaut.

00:10:32: Aber am Schluss kommen es nur raus wenn das Effiziet nicht größer als drei Prozent des Protokollatsproduktes ist.

00:10:38: Das eine ist, dass wir im Fiskalrat sagen, wir glauben nicht, dass dieses Ziel erreicht wird aber... Schieb mir das ein bisschen zur Seite, selbst wenn wir es erreichen würden.

00:10:50: Ist das drei Prozentziel aus ökonomischen Gründen eigentlich nicht sehr ambitioniert?

00:10:55: Weil wenn Sie ein dreiprozentiges Defizit machen heißt das dass nicht nur die absoluten Staatsschulden weitersteigen, das ist neiligend sondern auch die Schuldenquote also die Relation zwischen Staatsschulten und Protonglanzprodukt.

00:11:09: und auf das kommt's letztlich an.

00:11:11: um die Schuldenkwote nur konstant zu halten müssten sie je nachdem wie die Zinsentwicklung und die Wachstumsentwicklungen weitergeht, so über den Daumen dürfen Sie nicht viel mehr als zweieinhalb Prozent defizit machen.

00:11:26: Dann hätten sie die Staatsschuldenquote stabilisiert?

00:11:31: Und jetzt komme ich zurück zu Ihrer Ausgangsfrage.

00:11:33: Wir würden zwar bei einem drei-prozentigen oder zwei Komma neun prozentigen Defiziten aus dem Defizitverfahren herauskommen aber dann gelten halt wieder die allgemeinen Fiskalregeln der EU Und die sind eigentlich strenger.

00:11:47: Weil im Defizitverfahren hat man nicht auf die Verschuldung geschaut, sondern nur aufs Defizite.

00:11:51: In den normalen Regeln der EU verlangt die EU von den Mitgliedsländern dass sie jedes Jahr die Staats-Schuldengwote um ein halbes Prozentpunkt reduziert.

00:12:02: Um ein halbes Prozentpunkt Reduziert so lange bis wir bei dem gewünschten Sechzig Prozent sein und das ist ewig lang weil wir sind ja im Augenblick bei weit über Achtzig Prozent.

00:12:13: Das heißt Wenn wir aus dem Defizitverfahren rauskommen, kommen wir noch viel mehr unter Druck.

00:12:19: Das ist Paradox – ist aber wahr!

00:12:21: Weil dann dürft man eigentlich nur mehr ungefähr zwei Prozent defizit machen um diese Erfordernis der Reduktion der staatsschönen Bote zu erreichen und dann wird es natürlich noch viel brutaler.

00:12:33: Aber heißt das jetzt, dass ab dem Jahr zwanzig achtundzwanzig?

00:12:35: geht es dann eigentlich als richtig los mit dem Span?

00:12:37: oder muss man dann erst wirklich den Schwadstift anrätzen?

00:12:41: Ich würde es so formulieren.

00:12:42: Erstens wenn wir das Defizit von drei Prozent im Jahr achtund zwanzigt nicht erreichen, dann heißt das keineswegs, dass wir automatisch im neunundzwantiger Jahr erreichen Aus dem einfachen Grund, weil eine Reihe von Maßnahmen die mir zur Budget-Sanierung gesetzt hat auslaufen zeitlich gesehen.

00:12:59: Und die muss man wieder neu machen und es braucht eben noch mehr Einsparungen oder auch von ihrer Steuerung also mehr Konsolidierung um die drei Prozent wirklich zu erreichen.

00:13:09: Wann immer wir die drei Prozent erreicht haben dann geht's um die eigentliche Schlüsselfrage nämlich ohne unsere Verschuldungsquote und dies soll herunter.

00:13:17: insofern heißt das dass auf Sicht meiner Meinung nach immer weiter gespart werden muss oder jedenfalls auch viele Jahre hinaus und das ist vor allem eine Folge der demografischen Entwicklung.

00:13:31: Würde das Wirtschaftswachstum höher sein, noch ging es sich vielleicht aus aber die demografische Entwicklung macht so einen massiven Druck auf die Staatsfinanzen dass sie immer was tun müssen um die Schuldenquote nicht steigen zu lassen.

00:13:44: Jetzt ist es so, dass im Jahr twenty-seven fast das gesamte Sparpaket über höhereinnahmen kommen soll.

00:13:50: Wer wird da eigentlich mehr zahlen und wo?

00:13:53: dann werden wir das vor allem merken?

00:13:54: Also, es ist zwar eine richtige Aussage aber meiner Meinung nach in der Sache nicht eine repräsentative Aussage.

00:14:01: Weil dieser Effekt entsteht dadurch dass jene Steuern die man neu einführt oder verändert um die Lohnnebenkostensenkung beim Familienlaustenausgleich zu finanzieren Die werden schon im Jahr twenty-seven eingeführt und auch der zwanzig wird erst die Entlastung kommen.

00:14:19: Wenn Sie beide Jahre gemeinsam anschauen, dann sind Ausgaben und Einnahmen ungefähr ausbalanciert also Ausgabe und Einnahme Effekte des neuen Doppelbudgets ungefähr balanciert Und wenn sie die Gesamt der Regierungsperiode anschauen Also die Zeit seitdem konsolidiert wird Dann sind die Ausgabenkürzungen wesentlich größer als die Einnahmen Erhöhungen.

00:14:41: Es wird also entgegen der vielfältigen Kritik vom bestimmten politischen Gruppierungen in Wahrheit wesentlich stärker ausgabenseitig gekürzt als einnahmenseitig.

00:14:52: Das gilt nur nicht im Jahr zwanzig, siebenundzwanzig.

00:14:56: Was ja auch dazukommt ist zwanziger, achtundzwziger die Senkung der Lohnnebenkosten.

00:15:01: Sehen Sie das jetzt als vielleicht Fehler wenn man doch mehr sparen sollte oder glauben Sie dass gleicht sich dann doch aus?

00:15:09: Sie haben einfach immer Zielkonflikte in der Wirtschaftspolitik und in der Budgetpolitik, im engeren Sinn des Wortes.

00:15:14: Unsere Lohnnebenkosten oder ich würde es lieber so formulieren die Belastung des Faktors Arbeit durch Steuern- und Sozialabgaben ist im internationalen Vergleich sehr hoch Und das ist schlecht für die Wettbewerbsfähigkeit.

00:15:29: Es ist aber auch schlecht von den Anreizwirkungen weil Arbeit dadurch auch für die Unternehmer teurer ist als in anderen Ländern.

00:15:36: Ja, jetzt vom Lohnunabhängig sondern von dem was sie zusätzlich zahlen müssen.

00:15:40: Insofern war es schon seit mehreren Jahren immer die Forderung man muss diese Lohn noch im Kosten senken.

00:15:47: Ökonomen und zu denen auch ich mich zähle haben wir gesagt, man muss das erreichen indem man eine Umstrukturierung der Steuersystems macht weniger den Faktor Arbeit belasten mehr den Faktor vermögen und mehr den Ressourcenbesteuerung, also die Abgabenlast zu verschieben.

00:16:07: Jetzt hat man in dem Doppelbudget etwas gemacht was ein bisschen in diese Richtung geht.

00:16:12: Man hat auf der einen Seite bei einem Prozentpunkt beim Beitrag zum Familienlastenausgleich, den die Unternehmen zahlen müssen reduziert und hat das größtenteils durch andere Abgaben sozusagen gegenfinanziert.

00:16:27: Das war auch die Bedingung des Finanzministers, der anders als frühere Finanzminister immer schaut dass es eine Gegenfinanzierung gibt.

00:16:34: und da ist der größte Brocken eben deswegen auch im Jahr siebenundzwanzig diese starke Einnahmenorientierung der Konsolidierung.

00:16:41: Der größte brocken ist zweifellos Die Erhöhung der Körperschaftssteuer ab einem gewissen Gewinnvolumen Und was auch nicht wenige ist das ist die Verlängerung der höheren Bankenabgabe unter gleichen mehr.

00:16:54: Man hat also hier ein Stück weit einen Systemwander gemacht, wobei man ehrlicherweise dazusagen muss dass diese Lohnnehmkostensenkung mit zwei Milliarden sozusagen verkauft wurde.

00:17:06: De facto sind es nur eineinhalb Milliarden, weil man gleichzeitig auch was ich ökonomisch nicht für sehr gescheit findet neu eingeführt hat das auch über die über sechzigjährigen Familienlastenausgleichsbeiträge bezahlt sein werden müssen und das addiert sich für die Dienstgeber auf fast fünfhundert Millionen.

00:17:22: Also ungefähr fünfhundert Millionen von die zwei Milliarden haben es dadurch Ecksport, indem sie es auseinander in Kassel wieder selber zahlen müssen.

00:17:30: Sie haben ja auch gerade angesprochen Steuern für Ressourcen also ich nehme an als...

00:17:35: Umwelts ist sehr stark um Weltsteuern?

00:17:37: Ja!

00:17:38: Umweltsteueren?

00:17:38: Sie schlagen aber auch schon eben seit Jahren die Erbschaftssteuer und die Vermögenssteuer vor.

00:17:42: das kommt jetzt sowieso ausschaut wieder nicht.

00:17:45: warum glauben Sie kommt das eigentlich wieder nicht und wird das nichts einmal ordentlich was ändern auch?

00:17:52: Also zunächst möchte ich differenzieren.

00:17:54: Ich persönlich habe immer eine Erbschaftssteuer, wozu ich gesagt habe in der Vernünftige Erbsschaftsteuer kann das gerne ausführen wie fürwartet nicht aber einer Vermögensbestandsteuer.

00:18:04: also insofern stehe ich da mit meiner persönlichen Position zwischen den Parteipositionen.

00:18:10: Warum das nicht kommt ist ganz klar.

00:18:12: es gibt dafür keine Mehrheit im Parlament.

00:18:14: Ja, also im Wahrheit fordern das die SPÖ und das fordern die Grünen.

00:18:19: Und die haben miteinander beweiten können.

00:18:20: mehr.

00:18:21: nach dem Meinungsumfragen wie sie... gegenwärtig publiziert werden wird es auch nach den Wahlen nicht so sein.

00:18:27: Also die politische Antwort, warum das nicht kommt ist eine sehr einfache.

00:18:31: Die ökonomische oder es gibt noch eine andere politische Variante, die möchte ich dazu sagen.

00:18:36: Ich persönlich habe sowohl im privaten Gespräch mit Spitzenpolitikern als auch in der Öffentlichkeit immer wieder gesagt Wir müssen diesen Staat viel mehr reformieren und es gegenwärftig getan wird.

00:18:47: Und ein Grund, warum wir bei den Reformen nicht weiterkommen ist das sich viele politische Gruppierungen so einmauern.

00:18:54: Bei Positionen wo es gescheit wird sie endlich aufzugeben.

00:18:57: und ich habe zum Beispiel immer wieder argumentiert die SPÖ oder auch der Gewerkschaftspunkt muss endlich seine blockierende Haltung aufgeben, was die Erhöhung des Pensionsalters betrifft.

00:19:07: Und die ÖVP sollte doch endlich ihre blockierenden Haltung bei einer Erbschaftssteuer aufgeben und habe gesagt dann könnte sie ja politisch ein Tauschgeschäft machen und ökonomisch weil das Ganze sehr sinnvoll.

00:19:19: Man hört nicht auf mich oder jedenfalls gibt keiner seine Positionen auf weshalb es weder eine Erbshaftsteuer noch eine Erhörung des pensionsandres Alters gibt.

00:19:29: Das ist schade!

00:19:30: Aber wird es denn beim Pensionsantrittsalter, wenn das raufgeht würden wir dann direkt was spüren?

00:19:35: Also natürlich nicht direkt.

00:19:36: Das dauert natürlich dann eine Zeit lang aber das ist natürlich auch unter vielen Menschen natürlich nicht so beliebt dass sie da jahrelänger arbeiten müssen.

00:19:44: vielleicht.

00:19:45: aber was würdest du uns dann monetär bringen was vielleicht die menschen motivieren könnte umzudenken?

00:19:51: Also zunächst einmal muss man sagen, dass man sowohl aus verfassungsrechtlichen Gründen als auch aus meiner Meinung nach ethischen Gründen eine Erhöhung eines Pensionsantrittsalters immer nur mit einer mehrjährigen Vorlaufzeit und dann stufenweise einführen kann.

00:20:05: Das bedeutet aber auch, dass die Erhörung des Pensions- antrittsalters gesetzlichem Pensionseintrittsalter für die jetzige Budgeterstellung überhaupt keinen Effekt hat – wohl, In der Zukunft die Budget-Erstellung erleichtern würde, weil eben dieser demografische Druck sehr auf die Budgets wirkt und das vergeht ja nicht in den nächsten Jahrzehnten.

00:20:27: Das ist einmal sozusagen die Einleitung.

00:20:30: Es ist meiner Meinung, Sie haben recht eine Erhöhung des Pensionsantritts alters wird immer als unpopulär dargestellt.

00:20:38: Ich glaube allerdings, dass uns in Österreich da etwas passiert ist bei der politischen Kommunikation.

00:20:44: Dass mich fast ein bisschen an die Brexit-Entscheidung der Engländer erinnert.

00:20:49: Die Brexit Entscheidung war ganz offensichtlich geprägt durch einfach Falschaussagen.

00:20:55: Und hier ist es auch so... In der politisch kommunikation und ich würde niemanden persönlich angreifen.

00:21:00: aber jeder der ein bissel die politische Diskussion kennt weiß das hat man Jahre hindurch den Pensionisten eingeredet, wenn man das Pensionsräuter erhöht sinken ihre Pensionen.

00:21:11: Was natürlich ein völliger Blödsinn ist.

00:21:12: ja im Gegenteil die aktuellen pensionisten haben sogar einen Vorteil davon, einen Vorteel insofern als langfristiges dann noch leichter ist die Pension zu finanzieren als es sonst der Fall wäre.

00:21:26: wer betroffen ist sind je nach der Übergangsfrist sagen wir mal die Leute Irgendwie ab, nach unten.

00:21:32: jetzt sage ich noch, fünfer Fünfzig oder auch der Fünfziger an.

00:21:36: Und ehrlich gestanden, also ich selbst gehöre ja schon sozusagen da aller ältersten Generationen an.

00:21:40: aber sowohl wenn ich mit meinen Kindern oder auch mit anderen jüngeren Menschen spreche, sagen die wir hätten gerne das Vertrauen dass dieses Pensionssystem auch hält und dass wir auch einmal eine Pension bekommen.

00:21:54: und wissen sie es sagt einem ja der menschenverstand seit Pensionsalter fixiert worden ist.

00:22:00: Das war im Jahr fünfundfünfzig mit dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz, seit dem Jahr fünfundfünfzig ist die Lebenserwartung um fünfzehn Jahre gestiegen.

00:22:10: man kann doch wohl jeden zumuten zu sagen mehr von den fünfzehngewohnenden Jahren wirst du doch nicht glauben dass man alle in der Pension verbringen kann und das die Generation die arbeitend ist.

00:22:22: das dann so jetzt?

00:22:22: das kann sich ja nicht ausgehen.

00:22:26: Aber ich muss schon auch sagen so groß die Rationalität in Österreich ist.

00:22:31: Schauen Sie nach Frankreich, da ist die Rionalität noch viel größer der gelb besten Bewegung.

00:22:35: was hat die französische Regierung versucht?

00:22:37: Das ist wirklich.

00:22:38: wenn das so drin steckt in den Leuten dann sagen sie das ist einfach nicht gerecht!

00:22:42: Ich will in Pension gehen aber der Rechenstoff lässt es nicht zu wenn sie ein Umlagesystem haben und wenn's die Leute zahlen müssen die halt gerade abstätig sind.

00:22:51: Das heißt, wenn Sie gerade Frankreich ansprechen stehen wir im europäischen Vergleich noch ganz okay da?

00:22:56: Nein das ist interessant.

00:22:57: Ich habe Frankreich als Beispiel gebracht weil dabei noch geringere Erinnerungen im Pensionssystem sozusagen die halbe Welt auf die Straße gegangen ist und ihr letztlich auch Druck ausgeübt hat so dass es dann nicht so gekommen ist.

00:23:09: aber im internationalen Vergleich haben sie viele Länder, die schon ein höheres Pensionsalter haben und die überhaupt sich sogar verpflichten das Pensionsalter mit der Lebenserwartung zu koppeln.

00:23:20: Das klingt sehr gut.

00:23:22: ich will aber doch darauf aufmerksam machen dass es in der Praxis nicht sehr leicht ist weil das Koppeln an eine durchschnittliche Lebenserwaltung das kennen Sie auch noch machen.

00:23:30: Aber kein Mensch hat eine durchsschnittliche Lehmenserwartungen.

00:23:33: wo?

00:23:33: da gibt einen Teil der Bevölkerung und das sind sehr oft Menschen die sehr schwerkörperlich arbeiten die schon das jetzige Pensionsalter gesundheitlich nicht erreichen oder zumindest nicht aktiv in der Werbstettingstatus erreichen.

00:23:46: Und das ist natürlich ein Problem, dass immer größer wird, je höher sie das Pensionsalter machen.

00:23:50: Das heißt Sie müssten bei einer solchen Erhöhung des Pensionsantritts alters gleichzeitig auch – das was bei uns unter Frühpension und im Validitätspension läuft

00:23:59: etc.,

00:24:00: das müssten Sie mitziehen und ordentlich mitverhandeln.

00:24:03: Sie können nicht nur einfach sagen, weil der Bauarbeiter, der kaput das Kreuz hat.

00:24:07: Der hat nichts davon, wenn man im Vorrechnen, dass da durchschnittliche Lebenserwartung steigt.

00:24:12: Ja, pro Po Frühpension.

00:24:13: Sie sprechen ja öfter auch die Gesundheit an?

00:24:16: Auch jetzt als Wirtschaftswissenschaftler ... Was würden sie da denn reformieren, weil sie ja auch gesagt haben, dass man da eigentlich, dass das auch ein großer Hebel ist, wo man ansetzen kann?

00:24:25: Die

00:24:25: Wahl ist es so, dass langfristig die Gesundheitsausgaben Noch eine viel größere Drucksituation beim Staat ausüben als die Pensionsausgaben, aus rein demografischen Grün.

00:24:38: Weil das Wachstum der Pensionsausgaben in den frühen Dresdigerjahren dann konstant bleibt während das Wachsen der Gesundheitsausgabe nach allen vernünftigen Prognosen weiter steigt und steigt.

00:24:50: So

00:24:50: d.h.,

00:24:51: Erstens.

00:24:52: Wir werden zur Kenntnis nehmen müssen, dass in einer alten Gesellschaft mehr für Gesundheit ausgegeben werden muss als in einer Gesellschaft wo es mehr jüngere Leute gibt.

00:25:00: Das werden wir irgendwie finanzieren müssen solange wir sozialstaatliche Prinzipien aufrecht erhalten und das wünsche ich mir, dass wir die aufrechterhalten.

00:25:10: Das aber heißt, dass beim Gesundheitswesen Zwar vorbereitet sein müssen, dass es mehr Geld kosten wird.

00:25:17: Dass wir aber die offenkundig verhandelnden Ineffizienzen aus dem System herausnehmen müssen um nicht für die auch noch zu zahlen.

00:25:25: und damit sind wir bei der extrem komplizierten Zuständigkeitslage im Gesundheitswesen und bei der extreme komplizierte Finanzierungslage.

00:25:35: Und deshalb kam immer wieder das Schlagwort Auch von der Regierung.

00:25:40: Die hat sogar eine Arbeitsgruppe beauftragt, Lösungen dafür zu erarbeiten.

00:25:44: Nämlich die hervorragende Partnerschaft hat das getan – die Finanzierung aus einer Hand.

00:25:48: Die Idee der Finanzierung von einer Hand war immer dass alle Geldquellen, die ins Gesundheitssystem hineinfließen in einen Topf kommen und dann dort zentral entschieden wird wie viel Geld wofür ausgegeben wird.

00:26:03: Heute ist es so das große Modo, die Sozialversicherung die niedergelassenen Ärzte bezahlt, die Länder, die Spitäler bezahlt.

00:26:13: Wobei die Sozialversicherung gerne einen gewissen Pauschalbeitrag auch dazu

00:26:16: zahlen.".

00:26:17: Und aus dieser Situation – und jetzt habe ich sie noch vereinfacht dargestellt in der Praxis ist sie noch viel komplizierter – entstehen sehr viele Anreize ineffizient zu sein.

00:26:25: Wer jeder schaut, mei Kasser sozusagen gutzuhalten und die Patienten dem anderen hinüberzuschieben, ja?

00:26:33: Und erst bis sie das zusammenführen wird diese ineffizienz abgebaut!

00:26:37: Ja, dann schauen wir mal ob die Politiker und Politikerin da auf Sie hören.

00:26:40: Naja

00:26:40: nach dem was jetzt vor Kurzem im Rahmen der Reformpartnerschaft angekündigt worden ist muss ich sagen die Finanzierung aus einer Hand wurde leider nicht angekundigt Und das betrachte ich also in den Mangel.

00:26:52: Allerdings muss man sagen dass einige sehr wichtige positive Schritte angekünstigt waren sind dies bisher auch nicht gegeben hat.

00:26:59: Also zum Beispiel dass man bei der Planung, der Versorgung die Budgets dazu stellen muss.

00:27:05: Und nicht nur einfach sagt wir bauen so und haben so viel Kassenstellen oder so viele Betten in was weiß wie ich, was in einer internen Abteilung.

00:27:12: Sondern man muss das schon mit dem Geld sehen aber die Quelle des Geldes ist trotzdem noch so geblieben.

00:27:18: Es gibt auch in diesen Ankündigungen eine relativ starke Stellung des Bundes für den Streitfall.

00:27:24: es klingt ein bisschen so als ob der Bund am Schluss quasi dann die Oberhoheit hätte für die Geldverteilung zuständig zu sein.

00:27:31: Das ist aber sehr wage formuliert, weil wir mal sehen was die ausführenden Gesetze dann wirklich bringen.

00:27:37: Ich will jetzt nicht zu negativ bleiben, aber um einen Schritt weiter auch noch zu gehen zu den klimaschädlichen Subventionen, die auch tatsächlich kaum angefasst werden das haben sich glaube ich auch kritisiert.

00:27:49: warum wird da eigentlich nichts getan?

00:27:50: Ist es jetzt einfach eine politische Entscheidung, weil es einfach unpopulär ist, aber im Endeffekt ja doch notwendig?

00:27:59: Also es ist meines Erachtens nach Paradox, dass der Staat auf der einen Seite sagt wie Emissionen einsparen und auf der anderen Seite Subventionen sowohl in direkter als auch in indirekter Form leistet die Emission vergrößern oder verstärken.

00:28:15: Das ist Paradox!

00:28:16: Wenn man dann schaut wo da die größten Quellen sind, dann ist das ja nicht pauschal unpopulär sondern es ist immer für bestimmte Gruppen unpopulae.

00:28:27: Eine kleine Post auf die Zwischenbemerkung muss ich schon machen.

00:28:30: Das effizienteste Instrument, um im Verkehr Emissionen einzusporen werden bei hundert auf Autobahnen und das ist zumindest wird so dargestellt, weil das wie überhaupt niemand ausser die Leute, die vernünftig denken.

00:28:44: Aber anyway, es steht nämlich fast nix kosten sondern wirklich nur Sparen auch dem der dort hundvierzig noch hundert fort.

00:28:51: aber bitte das haben sie nicht einmal die Grünen in der Regierung getraut zu fordern.

00:28:56: Gut, aber wenn Sie sich jetzt die klimaschädlichen Subventionen anschauen.

00:28:59: Zum Beispiel das Diesel-Privileg nicht?

00:29:01: Diesel ist geringer besteuert als Benzin.

00:29:03: Das nennt man Dieselprivilegg So!

00:29:05: Wenn sie das jetzt aufgeben wird Diesel teurer Die haben.

00:29:08: als aller erster Schritt ist die Landwirtschaft.

00:29:11: Ich kann den Betrag jetzt nichts sagen Aber jedenfalls haben die wieder eine Sonderförderung von Diesel finanziert bekommen.

00:29:17: Die Landwirte sagen Wir brauchen die Traktoren und Elektrotaktoren gibt es nicht Ist wahrscheinlich so.

00:29:22: ich bin kein Fachmann, ich habe nun nie ein Elektrotakter gesehen

00:29:26: Aber

00:29:26: im Endeffekt läuft es darauf hinaus, dass die Gruppe der Landwirte hier betroffen wäre und die Werte sich halt dagegen.

00:29:34: Es ist natürlich auch der Verkehr, also insbesondere der Lkw-Verkehr davon betroffen – dann geht's schon weiter.

00:29:41: oder ist die Transportwirtschaft dagegen?

00:29:43: Und das Ganze wirkt auf die Inflation und so weiter und sofort!

00:29:47: Insofern verstehe ich in gewisser Weise, dass man eine Zeit, wo man eh mit der Inflationskämpfe Jetzt nicht den Dieselpreis erhöht aus Umweltkrank.

00:29:56: Umgekehrt muss ich wieder sagen, das Pendlerbauschale da gibt es wirklich einen breiten Widerstand der zum Teil sehr aufgeköchelt wird.

00:30:03: Da muss man schon sagen... Das dette ja nicht ganz abschaffen, aber zum Beispiel stärker ökologisch orientieren.

00:30:09: Dass sie beispielsweise wirklich nur ein bestimmtes Pauschale kriegen wenn Sie absolut nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können und da gleich mal was gegenwärtig nicht der Fall ist oder dass man den Menschen einen bestimmten Geldbetrag gibt und sagt Den kriegst du als Abgeldung deiner Fahrtkosten Und dann auch das öffentliche Angebot entsprechend attraktiver macht oder auch billiger macht Das ist alles nicht so einfach.

00:30:33: Und dann gibt es noch die ganze Besteuerung von Dienstfragengeschichten, da hat man jetzt ein bisschen was gemacht.

00:30:39: Zum Teil aber auch wieder kontraproduktiv meiner Meinung nach.

00:30:42: und ja, da wollen halt dann die höheren Einkommensschichten nicht dass das geändert wird.

00:30:48: Aber es sind immer bestimmte Gruppen, die dagegen auftreten.

00:30:52: Im Übrigen hat man ja in der Regierung oder sei besser gesagt im Budget glaube ich zweihundert oder sind's hundertfünfzig oder zweihundert Millionen eingestellt wo man angeblich bei den klimaschädlichen Subventionen noch einsparen will.

00:31:03: Das ist aber noch

00:31:04: nicht

00:31:04: konkretisiert.

00:31:05: Vielleicht in dem Klimabonus lassen können?

00:31:07: Also das hätte ja vielleicht ein bisschen geholfen... Ja, das

00:31:10: klingt ja ganz gut!

00:31:12: Aber ich muss sagen aus fiskalischen Gründen waren auch wir diejenigen, die der Meinung sind, man sollte dort reduzieren weil dass ein derartiges Gießkanneninstrument ist Und das sehr teuer ist, das hat ja fast zwei Milliarden oder was gekostet.

00:31:29: Dass ich das Gefühl habe.

00:31:31: also da steht der Aufwand nicht in Relation zu dem was es kostet.

00:31:35: Wobei man schon sagen muss der Klima-Bonus ist ja eigentlich eingeführt worden um eine Kompensation der Ausgaben von der CO² Besteuung zu machen.

00:31:45: Das war irgendwie der politische Deal.

00:31:47: Das nimmt aber glaube ich niemand so wahr.

00:31:51: Theoretisch müsste es so sein, Sie haben ein Auto vorhin zur Tankstelle und sollen ein bisschen mehr fürs Benzin wegen der bösen CO-Zwei-Besteuerung.

00:31:58: Und dann kriegen sie einmal im Jahr auch den Klimaponos und sagen Haar das was ich bei der Tankstelling mir ausgegeben habe kriege jetzt wieder zurück!

00:32:04: Das ist natürlich in der Vorheit nicht passiert unter anderem deshalb weil aufgrund der internationalen Energiekrisen die Energiepreise soweit gestiegen sind dass den Klima-Ponosiere nicht gemerkt haben.

00:32:16: Kleinen Dingen sag ich jetzt mal bleiben.

00:32:18: Was ist denn noch etwas im alltäglichen Leben, was wir merken werden?

00:32:22: Also wenn man jetzt die Rechnungen zahlen zum Beispiel oder es gibt ja doch auch zum Beispiel in Wien einige Sozialprojekte, die zum Beispiel eingestampft wurden und halt nicht mehr so in der Form operieren können weil halt gekürzt wurde.

00:32:34: Ja das ist sehr interessant.

00:32:37: also erstens gibt's ein paar Dinge wo auf der Bundesebene entschieden wurde dass man sich kürzt oder verändert und die treffen die Völkerungsgruppen Direkt, also die Nichtindexierung der Familienbeife zum Beispiel.

00:32:50: Das spürt jeder, der eine Familienbeifel bekommt, hätte ein bisschen mehr gekriegt – das kriegte er oder sie jetzt nicht!

00:33:00: Oder die Tatsache, dass jetzt auch jemand, der ganz wenig verdient arbeitslosen Versicherungsbeiträge zahlen muss und daher in diesem ganz niedrigen Einkommen ein geringeres netter Enkommen hat?

00:33:10: Das spüren diese Personen klarerweise.

00:33:13: Eine andere Sache ist meiner Meinung nach, jetzt war ich versucht mich nicht in Kontrolle zu halten und ich war versucht zu sagen das ist nur Depart.

00:33:22: Aber Entschuldigung, ja?

00:33:23: Jetzt habe ich es dann doch so gesagt, dass sich die Senkung der Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel in dem Ausmaß wirklich für absurbt hat.

00:33:34: Es hat sie nicht nur herausgestellt, dass das von der Umsetzung her extrem schwierig ist.

00:33:38: Ich weiß wenigstens, warum wir Laugen stangen, weil dort mehr Fett Zucker drin ist als in einem gewöhnlichen Gebeck und deswegen werden die Lagenstangen weiter mit zehn Prozent bestreckt, aber irgendein anderes Gebecksstück mit vier Kommenauberzellen.

00:33:50: Das müssen wir uns jetzt erst herausfinden!

00:33:52: Ich kann nicht einmal sagen, das ist ein Witz.

00:33:54: Das ist leider alles ernst und es ist auch das Beispiel Ernst, dass wenn Sie eine Extrawurst kaufen, ist sie mit vier Komma neun Prozent besteuert.

00:34:00: und wenn Sie einen F-Semmel kaufen, sind sie mit Vier Komma Neun Prozent besteuert.

00:34:03: Und wenn Sie sich eine Wurstsemmel kaufen, is' sie mit Zehn Prozent besteuert in dem nur die Extrawurste in die Wurstsemme hineingelegt wird Ja?

00:34:10: Aber da sind jetzt die Details!

00:34:12: Die Sachen aber auch ins Lächerliche ziehen Nur... Eine derartige, geringe Reduktion der Preise bei Lebensmitteln.

00:34:19: Wo auch die Regierung sagt das bringt den Durchschnitt linken Haushalt achtzig Euro im Jahr!

00:34:25: Das heißt jetzt können Sie sich ausrengen wenn es einmal in den Wochen zum Biller oder zum Spar gehen und dann groß einkaufen.

00:34:30: für diese Woche haben sie vielleicht zwei Euro weniger bezahlt je nachdem.

00:34:34: Wissen Sie?

00:34:35: Das hat man nur gemacht um anzukündigen wie reduzieren die Preise aber ist verpufft und kostet Geld immerhin ein paar hundert Millionen.

00:34:43: Und wenn Sie jetzt eine Reform sofort umsetzen könnten, was wäre dieses?

00:34:47: Es gibt ja doch einige die sich befürworten würden und...

00:34:50: Also erstens sage ich nach wie vor auch nach der Präsentation der Reformpartnerschaft wir brauchen schnellere und grundlegendere große Struktureformen in den Pensionen genauso wie in Gesundheitswesen.

00:35:03: Wir wissen aber dass die wirklich großen Reformen nicht unbedingt etwas für die beiden jetzt anstehenden Jahre bringen werden.

00:35:10: Also ich glaube schon, dass man in manche klimaschädlichen Subventionen hätte hineingehen können, denn wissen Sie die Ökologisierung des Pendlerbauschalers ist nicht einfach.

00:35:19: aber darüber wird jetzt schon gerede seit – ich weiß es nicht!

00:35:23: Seit mindestens seit drei, vier, fünf Jahren.

00:35:27: und es gibt auch Konzepte wie man das machen kann.

00:35:29: Da haben wir uns halt mal politisch gesagt, das machen wir Punkt und das machen.

00:35:35: Dann muss ich auch sagen, wenn Sie meine persönlichen Wertoteile hören wollen.

00:35:41: Ich glaube dass man... auch Dinge in Frage stellen muss, die falsch entschieden worden sind.

00:35:45: Und da ist jetzt diese Mehrwertsteuersenkung das eine wie auch – denken Sie an – für Standard-Konsumentinnen und Konsumenten sehr wichtig im Unesystem.

00:35:55: Ich habe mir schon ein bisschen die Finger verbraut weil ich gesagt hab wozu brauchen wir eine Digitalisierungsuniversität in Linz als eigene Institution?

00:36:03: Statt dass man ein neues Institut gegründet hätte von mir aus eine Fakultät.

00:36:07: Das könnte man immer noch zurücknehmen aber jedes Jahr, wo es mehr da ist, ist es schwieriger haben schon die ganze Verwaltungsstruktur untergleichen mehr.

00:36:14: Das heißt, man muss auch wirklich sich trauen, Dinge, die man falsch gemacht hat

00:36:18: zurückzunehmen.".

00:36:20: Aber das heisst bei der Bildung wo ja also ... Die Unis haben ja auch sehr kritisiert auf das Budget.

00:36:25: da sehen sie doch einige Fehler?

00:36:27: Naja zwei Seelen sind in meiner Brust und Sie wissen über dreizehn Jahre Rektor und auch sechs oder fünf Jahre Vorsitzenden der Rektorenkonferenz.

00:36:35: ich glaube dass man bei den Unis wirklich sinnvolle Maßnahmen in der Struktur setzen müsste, damit sie es ein bisschen billiger können.

00:36:43: Auch davon – also ich sage nicht, ich war bis zum Jahr zweitausend Rektor-Universität.

00:36:47: Damals haben wir schon darüber geredet ob man nicht eine gewisse Strukturverenfachung hat.

00:36:52: machen kann.

00:36:53: Und es ist mit wenigen Ausnahmen nichts passiert, also das könnte man sicherlich tun.

00:36:57: und man muss natürlich auch sagen dass die Einführung des Bologna Systems zu dem ich sehr stehe eine sehr große Detailverzweigung insbesondere auf der Master Ebene von Studien geführt hat und da muss man einfach schauen ob man nicht... Man muss vielleicht nicht ganze Studien zusammenlegen aber das erste Studium gemeinsam machen usw.. Ich glaube schon dass da was drinnen umgekehrt den Universitäten zu sagen, ihr müsst jetzt praktisch bis zum Jahr dreißig mit dem selben Nominalbetrag auskommen und die Ärztegöte mit einer davon zahlen.

00:37:29: Das ist schon eine starke Ansage von der ich glaube dass man sie besser so nicht umsetzt.

00:37:34: Es geht dann eigentlich um das Leistungsvereinbarungspudget und nicht um das Budget-Siemundzwanzig, Achtundzwantig.

00:37:41: Also insofern wird dieser Kampf erst im Herbst dann geführt werden müssen.

00:37:47: Und wie schauen Sie jetzt auf den Freitag, wo das Budget beschlossen wird?

00:37:51: Sind sie pessimistisch oder optimistisch?

00:37:54: Also ich glaube dass man der Regierung und insbesondere auch dem Finanzminister zugutehalten muss.

00:38:00: Dass die Regierung und der Finanzminister wirklich eine Trendwende eingeleitet haben bei der Budgetkonsolidierung weil das Defizit kommt herunter Ob es jetzt auch der zwanzig bei drei sein wird oder nicht, lass uns mal da hingestellt.

00:38:14: Und das ist nicht leicht in einer Zeit von nicht großem Wirtschaftswachstum oder zum Teil sogar einfach von Rezessionen.

00:38:21: Insofern gebe ich die Regierung schon viel Lob mit, dass sie das gemacht hat.

00:38:28: Dass man im Detail – und darüber haben wir gesprochen – immer noch was besser machen kann steht auch außer Zweifel.

00:38:34: Man muss, glaube ich, sich selbst und auch der Bevölkerung die Wahrheit sagen.

00:38:39: Das Ende des Budget-Konsolidierens ist noch lange nicht

00:38:42: erreicht.".

00:38:43: Also ich nehme mit wir sind ja eigentlich in einer Art Aufwärmphase irgendwie auch – und es muss auch noch wie Sie gesagt haben sehr viel reformiert werden.

00:38:50: So ist das!

00:38:51: Vielen Dank Herr Badelt, dass Sie uns besucht haben im Podcast.

00:38:54: Vielen Dank für das Gespräch.

00:38:56: Danke wiedersehen.

00:38:57: Und liebe Hörerinnen und Hörern, euch auch vielen Dank fürs Zuhören.

00:39:01: Wir hoffen es hat euch gefallen!

00:39:03: Wenn ja, dann gebt uns bitte eine gute Bewertung auf Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer ihr gerne Podcasts hört.

00:39:10: Schreibt uns gerne Feedback und Fragen an podcastaterstandard.t.

00:39:14: Diese Folge wurde produziert von Christoph Neuwirt.

00:39:17: Ich bin Melanie Reidel Tschau und bis zum nächsten Mal.