Der STANDARD-Podcast über Geld
00:00:17: Willkommen zu Lohnsichters, der Standard-Podcast über Geld.
00:00:21: Schon wieder wird alles teurer, tanken, heizen – auch im Supermarkt schaut man wieder einmal genauer hin?
00:00:27: Der Grund ist natürlich derzeit Ende Februar eskalierende Kriege im Nahen Osten, wie wir alle wissen.
00:00:33: Und die Straße von Hormuz, die bekannte, die ist jetzt gesperrt.
00:00:36: Öl und Gasanlagen in einer ganzen Region werden aber beschädigt.
00:00:39: Der Ölpreis ist explodiert deswegen und der Konflikt kommt eben auch bei uns im Geldbösel an – wie wir auch schon gemerkt haben an den Tankstellen zum Beispiel!
00:00:49: Was bedeutet das jetzt konkret für die Inflation in Österreich?
00:00:52: Darüber spreche ich heute mit Sebastian Koch.
00:00:54: Er ist Ökonom und Experte für Konjunktur und Inflition am Institut für höhere Studien, danke dass Sie gekommen sind Herr Koch!
00:01:02: Danke für die Einladung!
00:01:03: Bevor wir loslegen aber hier noch ein Hinweis für unsere lieben Hörerinnen und Hörern wenn ihr keine Folge mehr von Lohnsicht aus verpassen wollt dann abonniert uns bitte auf Spotify Apple Podcast oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört.
00:01:16: Herr Koch, Sie als Inflationsexperte möchte ich Sie gleich mal direkt fragen.
00:01:21: Wenn Sie jetzt privat einkaufen gehen oder wenn sie an der Tankstelle stehen?
00:01:24: Ich weiß nicht ob Sie ein Auto haben oder nicht.
00:01:26: Merken Sie da als Ininflationsexperte den Preisanstieg stärker also fällt Ihnen da etwas Besonderes auf.
00:01:33: Mit einem Verzunsanstieg haben wir jetzt erst seit dieser Woche, wie sich die Statistik ausreben veröffentlicht hat.
00:01:38: Aber natürlich sind die tankschönen Preise im Blickfeld und ich glaube nicht nur bei mir sondern mehrfach täglich schaut man drauf, man fährt vorbei, schaut was hat sich jetzt schon wieder verändert?
00:01:48: Das ist natürlich die Preise, die wir uns gerade am meisten anschauen und wir schauen das gerade auch ein bisschen genauer an in einer Studie wo wir uns eben die ganzen Preisentwirkungen lang der Wertschöpfungskette uns ansehen, was das heißt.
00:02:01: Wenn der Ölpreis steigt, heisst es dann für den Grafenerie-Preis und eine weitere Folge für den Tankstellenpreis?
00:02:07: Und wenn sich jetzt eben noch die Steuer ein bisschen verändert aufgrund des Spritpreisesenkung, dann beachten wir das natürlich ganz genau.
00:02:14: Jetzt ist die Inflation im März auf knapp über drei Prozent gesprungen.
00:02:20: Im Jänner waren's noch ungefähr zwei Prozent.
00:02:22: also es hat sich doch ziemlich gesteigert und laut der Statistik auswärgen geht fast komplett auf Treibstoff und Heizöl zurück.
00:02:31: Wie sehen Sie das in den Daten?
00:02:32: Also ist es zum Beispiel vergleichbar mit Jahrzehnte, zwei und zwanzig, wo dem Staat des Ukrainekrieges wir auch so etwas Ähnliches erlebt haben.
00:02:40: kann man das überhaupt vergleichen?
00:02:42: Ja natürlich auf deiner Seite schon aber ich sehe hier schon zwei große Unterschiede.
00:02:46: Wir waren damals, wir kamen gerade aus der Covid-Pandemie heraus also mit dem sich zurück erinnert April, Da hatten wir einen Ölpreis von zwanzig US-Dollar, das ist sehr niedrig.
00:02:56: Ich kann mich sogar daran erinnern dass wir einen Tag hatten an dem der Öl preis sogar negativ war.
00:03:00: also sprich man würde dafür bezahlt dass man das abnimmt ganz extrem.
00:03:04: und wenn ich jetzt den Ölbreis von Zwanzig aber wieder rauf gehe auf vierzig dann habe ich schon eine hundertprozentige Steigerung die sich dann wieder auf unsere Inflationsraten ausgewählt hat wieder auf das normal Null von vor Covid geht, auf die achtzig US-Dollar.
00:03:17: Dann hat es schon ordentlich viel Inflationsbeitrag generiert und das hat sie natürlich dann auch noch in dem Beginn des ukrainischen Flicks eben hineingezogen.
00:03:24: also diesen Aspekt muss man definitiv herausrechnen.
00:03:28: deswegen gehe ich jetzt mal nicht davon aus dass wir diese hohen Beiträge jetzt außen im Bereich der Mineralöle sehen werden wie wir es damals gesehen haben.
00:03:36: Und der zweite große Aspekt ist eben auch energielastisch.
00:03:39: beim Gas.
00:03:40: Damals schon, das war September einundzwanzig.
00:03:43: hat es angefangen, dass die Gaspreise steigen.
00:03:45: Das war noch von den Beginn des Ukraine-Kriegs.
00:03:47: Man erinnert sich dann hier wurden die Gaslagerstätten eben ins Fernsehen russischer Seite nicht mehr über den Sommer befüllt was dann zu Verknappung geführt hat in den Laar lernen.
00:03:56: und dann eben zu den Preissteigerungen, die dann auch schon im Vorfeld des Ukraine Kriegs und dann noch verschlimmert wurden durch dem Beginn der Ukraine Krieg Und hierzu ordentlichen Beiträgen im Bereich das Gas nochmal beigetragen haben.
00:04:08: also das sehe ich jetzt auch nur nicht weil wir von diesen extremen Spitzen weil ein wenig Auspreisen momentan noch sehr weit weg sind.
00:04:15: Also beim Ölpreis hat es ja doch einen großen Sprung gegeben, also Anfang Jänner war der Öl-Preis ungefähr bei sechzig Dollar.
00:04:22: jetzt ist er meistens über hundert Dollar, also das sind auch circa hundert Euro.
00:04:28: Das ist ja schon...also es war teilweise fast eine Verdoppelung eigentlich.
00:04:31: und jetzt frage ich mich was bedeutet das konkret?
00:04:34: Also ab welchen Preis wird das bei uns wirklich schmerzhaft?
00:04:38: Ich meine, es ist jetzt auch schon soweit, dass wir die Spätpreisprämse haben.
00:04:42: Das heißt das ändert sich jetzt eh wieder ein bisschen seit Anfang April.
00:04:45: aber ab welchen Preis wird das denn bei uns wirklich spürbar schmerzhaft und wie wird dann dieses Jahr noch weitergehen?
00:04:53: Schmerzhaft ist ein sehr relativ würdbegriff für dich sagen.
00:04:55: also wir haben zum Beispiel um das Gesamt mal in das Mal einzuordnen gesamtartlich historisch von den Preisen hier Wir waren der zwanzig elf bis zwanzich vierzehn hatten wir schon Ölpreise gesehen und jetzt schon in Euro gerechnet, von ungefähr achtzigten.
00:05:07: Das sind wir jetzt ungefähr auch wieder.
00:05:09: also wir haben drei Jahre lang hintereinander relativ rohe Öl preise gehabt und man musste doch dazu bedenken das war vor zehn Jahren als wenn er das noch inflationsbereinigt wäre dass praktisch ein Öl Preis damals gewesen von hundertzwanzig Euro.
00:05:23: und dort kommen wir jetzt gerade erst wieder hin.
00:05:25: Also historisch betrachtet ist es jetzt sozusagen Hatten wir den gleichen Schmerz, wenn das so sagen möchte wie jetzt wieder?
00:05:32: Oder wir hatten es schon einmal.
00:05:33: Wir kennen das eigentlich.
00:05:35: Was halt jetzt neu ist oder was immer besonders dann ist, wenn wir uns an die günstige Energie gewöhnt haben und die Preise nach oben gehen, dann tut das natürlich insbesondere weh.
00:05:47: Geld, das Budget eben anders eingeplant und man hat was vorgehabt damit.
00:05:50: jetzt muss man umsortieren.
00:05:52: Jetzt muss man auf der einen Seite vielleicht einsparen.
00:05:54: Man kann sich das nicht mehr alles leisten wie man es geplant hat.
00:05:57: Das tut natürlich in dem Moment weh wenn die Preise nach oben gehen.
00:06:00: aber natürlich ein Aspekt wenn die preisen nach oben geht.
00:06:02: Das hat eine Influenzwirkung und die hat dann weitere Folgen zwei drunden Effekte und auf die müssen wir schon ein bisschen mehr aufpassen.
00:06:10: also wie gesagt Unterschiede zwischen Preis Niveau und Preis Steigerungen wieder hin auf dieses Niveaux.
00:06:15: Beides muss man unterschiedlich betrachten.
00:06:18: Jetzt gilt ja eben seit ein paar Tagen die Splitpreisbremse und zum Beispiel hat man beim Diesel auch einen sehr starken Preissprung bemerkt, wird das bleiben denken Sie?
00:06:27: Also jetzt sehen wir schon den Dieselpreis wenn man mit dem Auto auf die Tankstelle fährt bei zwei Euro zwanzig oder so.
00:06:33: dass ist wirklich eine starke Steigerung innerhalb von ein paar Wochen vor einigen Wochen waren es nur einer Euro fünfzig circa also sendet sich natürlich ständig.
00:06:41: Jetzt mit der Spielpreisbremse geht es wieder einige Cent zurück.
00:06:44: Das sind ca.
00:06:45: zehn Cent, das ist nicht besonders viel aber es ist doch etwas da.
00:06:48: Der Bundeskanzler hat gesagt dass sind jetzt schon so pro Tank circa fünf bis zehn Euro.
00:06:53: Wie teuer kann es denn überhaupt werden?
00:06:56: Ehrlich hier Antwort!
00:06:57: Wir wissen es nicht.
00:06:58: wir haben zwar unsere Glaskugel am Schreibtisch stehen aber es funktioniert halt auch nur unbedenkt.
00:07:03: Wir können einfach nicht einschätzen wie die entscheidet auf dieser Welt von Putin über Trump mit welchen Beinen die aufstehen und was dann in den weiteren Folgen passiert.
00:07:12: Das ist unmöglich zu prognostizieren, wir halten uns an unseren Promosen machen wie das wie viele andere eben auch, wir erhalten uns an die Marktmeinungen und Preisen nehmen diese Marktmeinnung dann eben mit unsere Promose hinein, entwickeln daraus dann unser Basis-Tenario.
00:07:28: Und dann überlegt man sich natürlich weitere Folge, was heißt es jetzt wenn man jetzt weiter rauf geht?
00:07:33: Aber hier ist dann schon genießt die große Frage, was ist denn ein plausibles Alternativ-Szenario.
00:07:38: Natürlich können wir jetzt das DOOM-Stay-Szenario entwickeln, aber was hilft uns?
00:07:42: Das schiebt man unnötig Ängste und trifft ihnen ein.
00:07:45: Aber wenn es zu nahe an dem Basis-Scenario ist, dann ist es auch etwas komisch.
00:07:50: Also was ist ein plausibles Szenario?
00:07:51: Und da gehen die eben jetzt davon aus, dass die Ölpreise noch mal... Das heißt, beim Diesel geht man noch auf Zwei-Fünfzig, zwei-sechzig drauf.
00:07:59: Und beim Gas sind wir nächstes Jahr ein bisschen stärker und das heißt dann für nächstes Jahre warten wieder nochmal hier Inflationsraten von einem Dreiviertelprozentpunkt.
00:08:07: So ungefähr wiegt sich das gerade aus?
00:08:09: Also so gehen die an diese Sache ran.
00:08:10: aber wie gesagt, wie teuer kann es werden, wissen ja natürlich auch nicht.
00:08:14: Viele Fragen sehen natürlich auch seit dem Start des Ukrainekriegs.
00:08:18: Wann sind wir endlich viel mehr diversifiziert auch was Öl und Gas betrifft?
00:08:24: Was ich eben auch viele fragen, ist wie abhängig sind die denn jetzt noch von diesen geopolitischen Shocks?
00:08:29: Als Sie haben es ja auch angesprochen.
00:08:30: Man weiß nie mit welchen Fuß Trump oder Putin zum Beispiel aufwachen.
00:08:33: Wie ist das mit diesem geopolitischen Dingen und wie sehr haben die dann eigentlich noch Einfluss?
00:08:38: Ja natürlich!
00:08:39: Wir sind weniger von einem Akteur abhängiger geworden.
00:08:43: Das ist glaube ich ziemlich wichtig.
00:08:45: Aber natürlich, wir haben jetzt praktisch beim Gas und über das LNG diversifizieren können.
00:08:50: Wir können sozusagen weltweit einkaufen aber natürlich wenn es in einer Situation wie diese, wenn weltweit ein Energieschock vorliegt hängt wieder natürlich auch voll mit drin.
00:09:00: also davon sind wir dann auch den ich gefällt auf der anderen Seite im stückweit unsere Abhängigkeit natürlich auch schon reduziert dadurch dass eben der Anteil der E-Autos gestiegen ist.
00:09:10: Das macht wirklich einen Unterschied.
00:09:12: Ich habe mir das mal angesehen für den Fall von Norwegen.
00:09:15: Dort hat in Norwegen ist die E-Flotte natürlich deutlich größer und hier wirkt sich sozusagen der gleiche Energiepreisschock.
00:09:22: Bei Mineralöl wirkt es sich nur zur Hälfte auf den Inflationsrad aus, einfach nur deswegen weil der Warnkorbanteil klein ist um die Hälften.
00:09:30: Das heißt der gleiches Schock hat wenige Inflationwirkungen einfach nur deshalb dadurch dass die Flotten eben anders betrieben werden.
00:09:37: Sie haben auch Die in Salzburger Nachrichten gesagt, dass man bei den Lebensmittelpreisen etwa zwei bis drei Monate später erst einen Effekt merkt.
00:09:46: Das heißt wenn wir jetzt auf die Lebensmittel Preise schon erwartet uns da erst später quasi dieser Preis-Shop wie wir es jetzt vielleicht von den Tankstellen kennen.
00:09:53: und wie groß wird das sein ihrer Einschätzung nach?
00:09:56: Genau bei den Tankstellern ist es wirklich so, dass wenn der Ölpreis hier rauf geht, dann haben wir in der nächsten Woche – das wird wöchentlich gefasst seitensverständlicher Ausstrahlung – haben wir diese Effekte sofort unmittelbar an der Flationsrate drin.
00:10:07: Das haben wir jetzt auch schon im März gesehen.
00:10:09: Bei den anderen Bereichen ist es langsamer und hat unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
00:10:13: Zum Beispiel die Lebensmittelpreisböse in Frankreich, die Mativ hier sehen wir eben bei uns mit meisten nach oben gehen.
00:10:19: das sind jetzt zehn Prozent mehr von sehr niedrigen Gewoß muss man auch dazu sagen also von zweihundert Euro die Tonne dass das relativ günstig im historischen Vergleich und da geben wir jetzt den Prozent drauf Bis das jetzt dann bei uns in den Backwaren und vielleicht über die Futtermittel, in den Fleischwaren aufschlägt, vergehen dann ein paar Monate.
00:10:39: Je nachdem welches Produkt es danach ist und welche Zyklen diese Produkte haben und welchen Abfolgen das ernten
00:10:45: etc.,
00:10:45: diese Produkten dann auch abfolgen.
00:10:47: Aber wegen davon aus dass es eben zwei, drei Zehntel auf der Influenzrate durchschlagen wird oder anders ausgedrückt, diese Lebensmittelpreis-Teuerung... ist jetzt bei drei Prozent prognostiziert für bei uns.
00:11:00: Sonst hätten wir eben nur eins pro fünf Prozent progenostiziert.
00:11:03: Ja, apropos Prognose beim IHS, prognosizieren Sie derzeit zwei Komma fünf Prozent Inflationen für das Jahr zusammen zu sechsundzwanzig.
00:11:13: die Nationalbank sagt zwei Kommas sieben Prozent Bank Austwerbe gesehen auch drei Komma Fünf Prozent.
00:11:18: Erhält diese Prognose nach oder denken Sie, dass das nachjustiert werden muss?
00:11:22: Es wird ja auch jetzt davon ausgegangen, dass die Krise bzw.
00:11:25: der Krieg nicht so schnell aufhören wird?
00:11:28: Nein ganz klar wir werden auch revidieren.
00:11:29: Wir haben im Februar neu berechnet mit dem neuen Zahl eben, dass man bei zwei Prozent hat und es war dann etwas niedriger als erwartet.
00:11:36: Dann wäre unser Prognos für dieses Jahr wahrscheinlich bei der Zwei gewesen.
00:11:40: Jetzt möchte ich nicht zu viel vorgreifen.
00:11:42: wie veröffentlicht unsere Prognosennisten oder diesen Freitag dann?
00:11:45: Das heißt sind um die drei Prozent werden wir zu liegen kommen in unserem Basis, also wir werden natürlich auch nach oben gehen müssen.
00:11:53: Und wird da auch Treibstoff und Heizöl sozusagen die stärkste Komponente sein?
00:11:57: Denkt sie oder was spielt dann noch stark mit?
00:12:00: Nein, natürlich!
00:12:00: Also das ist der unmittelbare Effekt dieser eben über die Treibstoffe und auch das Heiz-Öl.
00:12:05: Dann hat man Öreschaosien, hat man natürlich dann auch zum Beispiel die Flugtickets mit dabei, dass es dann im Bereich der Dienstleistungen angesiedelt.
00:12:12: Man hat dann über die Lebensmittelpreise in den Nahrungsmitteln die Preiseffekte mit drin.
00:12:17: In weiterer Folge dann steigt die Infektion generell und dann hat man diese Indexierung über den, zum Beispiel in der Versicherung so oftmals an.
00:12:24: irgendwie sind Infektionsindexiert.
00:12:26: Das heißt im Weiterfall die zweitrunden, die drittrunde Effekte kommen dann erst noch her?
00:12:31: Und jetzt ist es so.
00:12:32: also wir spülen dass er uns im Geld war sehr stark auch.
00:12:35: Also das denken Sie jetzt von der sozialen Komponente her.
00:12:38: wer wird die Teuerung denn am stärksten spüren?
00:12:41: von uns?
00:12:42: Also zunächst einmal alle jene, die aufs Auto angewiesen sind und dann all jene.
00:12:48: Die nicht ausweichen können also dieses auto nicht stehen lassen können.
00:12:53: Die sozusagen nichts sagen können.
00:12:54: jetzt war ich dann doch mit den öffis oder wie vor mit dem fahrrad?
00:12:56: Oder ich komme anders irgendwie in die arbeit.
00:12:59: Die kriegen das natürlich ganz besonders zu spüren.
00:13:02: ob das jetzt unbedingt die jene haushalte sind die unter am ganz unteren ende der einkommens skala eben sitzen weiß ich nicht weil eben diese oftmals auch schon keine Auto besitzen.
00:13:12: Also das heißt im Gipfel dann sozusagen die Ärmsten getroffen werden jetzt von dem unmittelbaren Schock, vom unmittelbareren Preisanstiegen.
00:13:19: an den Tapfeln ist nicht ganz so weit zu sagen, ich würde sagen hauptsächlich jene die immer aufs Auto angewiesen sind aber in weiterer Folge werden das eben alle spielen weil gerade so ein Energiepreisschock der frisst sich in so viele Bereiche des Warenkorbs hinein dass dann im Endeffekt alle Haushalte das auf die eine oder andere Art spülen werden, unabhängig wie jetzt ihre Konsumbündel eigentlich genau ausschaut.
00:13:42: Wenn ich das ja eben die Grid-Price-Brennens dinten und angesprochen habe, dann gibt es die Ideen in dieser Energieparknote
00:13:48: usw.,
00:13:49: was bringt denn Ihre Meinung nach am meisten?
00:13:51: Was auch die Regierung macht?
00:13:52: Sie haben auch in der Vergangenheit, hab' ich gesehen, die Preistecke eigentlich kritisiert – Beispiel Ungarn, dort gab es direkt einen Preistekkel auch!
00:14:00: mit der Ukraine-Krise, da haben Sie gesagt das hat eben gar nicht funktioniert.
00:14:03: Was denken sie funktioniert und was funktioniert nicht?
00:14:06: Also zunächst einmal ist Preisstabilität Aufgabe der Europäischen Zentralbank und hier gehen wir auch davon aus.
00:14:13: um das zu unterstellen wird es in unserer Prognose jetzt dass drei Zinsschritte kommen werden gegeben.
00:14:18: die Situation wie sie sich heute eben darstellt also das ist zunächst mal das eine und das wird natürlich dann die ökonomische Aktivität dämpfen.
00:14:27: Das ist das Ziel.
00:14:28: Den Preisanstieg eben abflachen, dass es einen auf der anderen Seite fiskalisch kommen.
00:14:33: natürlich Maßnahmen setzen hat man auch in der Vergangenheit gesetzt.
00:14:36: jetzt und man hat bei den Energien gesehen die Energieabgabe wurde gesenkt Das macht ein Zehntel aus, circa.
00:14:42: Dann hat man auf die Energielferanten verbunden etc.
00:14:45: eingewirrt wie jetzt auch leicht gesenkt haben und das macht auch noch mal ein Zehnklaus.
00:14:49: Man hat die Mietpreisbremse, die jetzt dann schladend wird und man hat zum Beispiel die Umsatzsteuer bei ausgewählten Nahrungsmittel und ab Juli kommt das.
00:14:58: Da sind alles kleinere Aspekte, die in einem Summe vielleicht doch einen gewissen Unterschied machen.
00:15:03: aber natürlich ist es schon klar Maßnahmen... Wir sind immer kein ganz großer Freund davon, weil die Maßnahmen oftmals auch irgendwie Nebenwirkungen haben.
00:15:12: Und die Nebenwirkungen stellen sich eben so dar, dass wird das wirklich komplett weitergegeben.
00:15:16: ist es wirklich auch überprüfbar zum Beispiel bei der Unterscheuersenkung im Lebensmittelbereich?
00:15:20: Im ersten Monat kann ich das vielleicht noch kontrollieren.
00:15:23: zweiten Monat ist schon schwierig, weil ich muss das ja immer mit einer Situation vergleichen die ich nicht beobachten kann.
00:15:28: Also sprich wie werden die Preise gewesen wenn es das nicht gegeben hätte und dass dann richtig herauszurechnen ist schwierig war ich diese Parallelwelt einfach nicht beoberchten kann.
00:15:38: also das ist eine gewisse Schwierigkeit.
00:15:39: und dass es immer hundertprozentig weiterheben wird das wissen wir... Das ist nicht der Fall ist es wissen wir eben auch.
00:15:45: Es kommt darauf an welche Situation.
00:15:47: es aber ist es schwierig.
00:15:49: Und auf der anderen Seite haben jetzt gelernt okay Wir hatten die Grundpreisbremse Und jetzt die große Überraschung, das war natürlich, dass wenn das ausläuft, die Inflationsrate wieder ordentlich nach oben spinnt.
00:15:59: Und dann verschieben wir eigentlich nur diesen Preisenstieg.
00:16:02: Also wir wissen eigentlich schon, dass nächstes Jahr im April einen höheren Inflation-Rate haben, weil wir diesen April uns nach unten bewegen und mit den zehn Cent, die wir nach unten gehen verringern wir die Ausgangsbasis für die Infrationsberechnungen nächstes Jahres.
00:16:20: dann ist es ja eine leicht höhere Verzunsrate.
00:16:22: Also wir verschieben das Problem sozusagen in der Zukunft, in der Hoffnung dass es vielleicht nächstes Jahr nicht mehr ganz so böse ist.
00:16:28: und rechnen Sie damit, dass es ähnlich ist wie die zwanzig-drehen Sancti?
00:16:31: Wir haben schon am Anfang ein bisschen darüber gesprochen aber wird es ganz so schlimm?
00:16:35: also wenn sie jetzt schon nach vorschauen bis zum nächsten April eben?
00:16:38: Nein!
00:16:39: Wir hatten hier damals Raten.
00:16:40: um die zehn Prozent davon gehen wir jetzt nicht aus.
00:16:43: Die Prognose ziehen drei Wenn es schlimmer wird, vielleicht einen vier Mal zu einem Tiefszenario Dann Prozentpunkten knappen Vielleicht noch mal mehr.
00:16:50: Aber dass im Moment, wie sich die Situation uns jetzt darstellt, sehen wir das nicht.
00:16:55: Das ist wieder ein Infektionsanstieg der dann die Konsequenzen, die wir schon gesehen haben, insbesondere mit der Indexierung und den Zweitrumpendeffekten und dann eine Terroriflohenverhandlungen
00:17:06: etc.,
00:17:06: alle diese Probleme werden wieder wach gerüttelt und werden wieder ein Stück Gott auf uns zukommen aber in nicht mehr dem Ausmaß.
00:17:14: wie wir es damals gesehen haben.
00:17:15: Wie gesagt, damals hatten wir Gaspreise von in der Spitze bis zu dreieinhalbfünfzig.
00:17:19: Jetzt haben wir, ich glaube ich habe heute noch gesehen, fünfzig also das ist schon nochmal ein anderes Niveau dass es nicht dorthin kommen kann.
00:17:26: wie gesagt wissen wir nicht das alles.
00:17:29: vieles ist möglich aber wie sich die Situation eben derzeit darstellt gehen wir nicht von diesen extremen Werten
00:17:35: aus vielleicht für Hörerinnen und Hörern auch eine Sehr wichtige Frage.
00:17:39: Sie haben auch von der Glaskugel gesprochen, dass wir die am Tisch stehen haben.
00:17:43: wenn sie jetzt trotzdem anschauen sozusagen auch wenn wir hier nicht sehen können worauf kann man sich einstellen und gibt es überhaupt noch so einen Hoffnungsschimmer das es besser wird?
00:17:54: Natürlich kann man darauf einstellen dass die Information höher wird, dass die wirtschaftliche Aktivität dadurch gedämpft wird möglicherweise bei den einen oder anderen Unternehmen, die vielleicht wieder sehr stark energieintensiv arbeiten auch wieder zur Arbeitsplatzverlusten führt.
00:18:11: Dass wir uns wieder mit der Wettbewerbsfähigkeit beschäftigen müssen und all diese Themen, die wir jetzt gerade eigentlich in den letzten Jahren durchgekaut haben – jetzt kommen sie wieder – das wird wahrscheinlich schon der Fall sein.
00:18:22: Aber Hoffnung ist eher subjektiv.
00:18:24: also es gibt Leute, die eher positiv realistisch durch die Welt gehen und das kann man glaube ich machen.
00:18:30: Oft sind in den Medien sehr negative Meldungen.
00:18:34: Das darf man sich von solchen Dingen auch nicht gleich damit beirren lassen.
00:18:39: Positiv realistisch, man kann ein bisschen was selber in die Hand nehmen und ein bisschen tiefer einsparen.
00:18:44: Man kann darauf reagieren.
00:18:46: natürlich kann man sich nicht den Energiepreis-Shock jetzt komplett entziehen aber wenn man die Dinge im Stück weit selbst in der Hand nimmt dann wird das glaube ich nicht so schlimm.
00:18:54: Ich möchte mal kurz zurückgehen zu dem was Sie gesagt haben Im Vergleich zu Jahrzehnte und Jahrzehn, Sie haben nämlich auch von den Lohnverhandlungen gesprochen.
00:19:01: Da würde ich gerne nochmal nachfragen wie viel hängt von diesen Lohndrunden ab eigentlich?
00:19:05: Also ein Gegensatz zum Beispiel jetzt zur Geo-Politik.
00:19:08: Natürlich bei den Lohnrundern ist es so wenn die Inflation komplett weitergegeben wird wie es ja teilweise in den letzten Jahren der Fall war dann kommen wir auf relativ hohe Lohnzuwachsraten.
00:19:19: die Tariflühne steigen dann relativ stark.
00:19:22: vielleicht haben Dieses Mal oder mit diesen neuen Wissen, dass wir eben relativ hohe Lohnsteigungsarten hatten, für gleich zum europäischen Ausland.
00:19:30: Das ist dann sehr wahrscheinlich an der Wettbewerbsfähigkeit kratzt.
00:19:34: mit diesem Wissen... kann man vielleicht in die nächsten Wohnverhandlungen anders agieren.
00:19:38: Wie schaut das denn aus?
00:19:39: In solchen Situationen sitzen ja nicht mehr nur zwei Partner am Tisch, sondern es setzt dich an unbekannte Dritter mit einem Tisch und sei es Trump oder Putin oder wer auch immer und hält hier die Hand auf und macht den Kuchen so ein Stück weit kleiner.
00:19:53: Und das muss irgendwo Berücksichtigung finden.
00:19:56: Wenn das komplett weiter gibt, dann hat man eben die Konsequenzen wie wir sie haben über sehr hohe Lohnsteigerungen und im Verlust der Netbewährtsfähigkeit.
00:20:04: Was dann wieder an anderer Stelle zuberegen führt und dann wieder zu möglicherweise Arbeitsplatzverlust kommt.
00:20:09: Und also das muss gesamttätig betrachtet werden und vielleicht haben wir das dieses Mal für dieses mal mit ein Stück weit anders ergehen.
00:20:18: Was mich noch interessieren würde, ist der, weil sie den Preismonitor bzw.
00:20:21: den Inflationsmonitor mitgestalten ist es seitdem die USA die Krieg gestartet hat beziehungsweise auch mit Trumps Politik einfach mühsamer geworden das zu berechnen, weil Sie haben ja auch eben davon gesprochen wie inklusiven Handlungen des US-Präsidenten man weiß nie was kommt.
00:20:37: Das muss ja auch ein bisschen anstrengend sein da diesen Inflationzmolidor zu machen.
00:20:42: Ja ganz ehrlich die Welt ist anstregen seit der Ausbruch Covid für uns und dann die Entwicklung dort, wir haben ja damals schon gesehen.
00:20:50: Dann die ganze Problematik mit der Lieferkette, da gab es keine Chips mehr, dann wurden die Autos teurer.
00:20:55: also diese Thematik verfolgt uns jetzt eigentlich schon seit sechs Jahren.
00:20:58: Und auf der anderen Seite haben wir Ihnen schon das Gefühl dass es einen großen Informationsbedürfnis eben gibt nach solchen Zahlen.
00:21:05: Wir sehen schon immer wieder nicht, es wird es gar tatsächlich die breite Masse von unseren Informationsmonitor zu aber es sind doch die Personen sich damit beschäftigen die informiert sein müssen die sich dann auch einbringen in den politischen Diskurs, greifen darauf zurück und ich würde fast sagen dass wir vielleicht dadurch auch zu einer Versachlichung der Debatte irgendwie beigetragen haben.
00:21:24: Dadurch das es so leicht ist einfach zwei drei Zahlen im Detail mal nachschlagen können.
00:21:29: Und das machen wir dann einfach auch gerne.
00:21:30: und jetzt was jetzt neu hinzukommen wird schauen uns jetzt natürlich die Beziehungskreisentwicklung in detail an.
00:21:35: Das ist seit gestern online Und in weiterer Folge schauen wir uns dann eben diese Preiserlegungen genauer an.
00:21:42: Die werden wir online stellen beziehungsweise die Vergleiche mit dem Ausland, Spritpreis, Benzinpreis und Dieselpreis.
00:21:48: wie verhält sich hier Österreich?
00:21:50: Und das nicht nur im Brutokreis.
00:21:52: also nachsteuern oder eben auch vorsteueren um hier die Vergleich besser oder klarer ziehen zu können und dass einfach mehr Transparenz in diese Preisbildung hineinzubekommen.
00:22:01: Das heißt ich nehme mit es wird wahrscheinlich nicht so ein Extremszenario werden.
00:22:13: Das ist nicht sehr einfach, jetzt zu prognostizieren was wir da in einem Jahr sehen werden.
00:22:18: Aber man kann sich trotzdem informieren.
00:22:20: Vielen Dank Sebastian Koch dass Sie mit mir gesprochen haben.
00:22:23: danke fürs Gespräch.
00:22:25: Herzlichen Glückwunsch an
00:22:25: euch!
00:22:26: Liebe Hörerinnen und Hörern.
00:22:27: vielen dank auch euch das ihr wieder eingeschaltet habt uns zugehört habt.
00:22:32: Wir hoffen es hat euch gefallen.
00:22:34: Feedback oder Fragen hat, schickt sie doch einfach bitte an podcast atderstandard.at.
00:22:39: Gebt uns auch gerne eine gute Bewertung wenn es euch gefallen hat.
00:22:42: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:22:43: Diese Folge wurde produziert von Christoph Neuwirt.
00:22:46: Ich bin Melanie Reidl Tschüss und bis zum nächsten Mal.