Der STANDARD-Podcast über Geld
00:00:17: Willkommen zu.
00:00:18: Lohnt sich das, der Standard-Podcast über Geld.
00:00:21: Mein Name ist Natascha Eckert.
00:00:22: heute wird es richtig praktisch denn wir sprechen über Steuervorteile für Arbeitnehmer in Österreich.
00:00:28: vielleicht kennen sie viele nämlich gar nicht und vielleicht lassen einige nämlich auch Geld liegen am Ende des Jahres oder wann noch immer die Arbeitnehmerveranlagung macht.
00:00:37: was dieses schlimme Wort eigentlich heißt das werden wir klären und man kann auch erfahren wie man dann im Homeoffice eigentlich Geld zurückbekommen kann.
00:00:45: Auch die Pendlerpauschale, das erklärt mal genauer was es eigentlich ist und wie das funktioniert.
00:00:50: Und vielleicht gibt's ja auch noch viele andere Dinge, die man absetzen kann, Geld zurückbekommen können etc.
00:00:56: Dafür für dieses durchaus komplexe Thema habe ich eine Top-Expertin hier im Studio und zwar Dominik Feigel.
00:01:02: sie ist Steuerrechtsexperten und stellvertretende Abteilungsleiterin der Abteilung Steuerecht in der Arbeiterkammer.
00:01:08: Schön dass sich hier sind eure Feigli!
00:01:10: Ja hallo
00:01:11: Für vor wir anfangen hier.
00:01:12: ein wichtiger Hinweis, es lohnt sich uns auf Spotify, Apple Podcast oder auch immer ihr Podcasther zu abonnieren.
00:01:17: Dann verpasst ja nie eine neue
00:01:18: Folge!
00:01:19: Zuerst mal die Frage muss man denn eine Steuerexpertin wie sie sein?
00:01:24: Oder braucht mein Steuerberater oder Beraterin um tatsächlich Geld zurückzubekommen?
00:01:28: und wann lohnt's sich das dann überhaupt seine Arbeitnehmerveranleitung machen?
00:01:33: Also als Arbeitnehmerin, als Arbeitnehmer wird man keinen Steuerberater
00:01:38: brauchen.
00:01:38: Im Normalfall reicht das wenn man sich dann über seine eigene Situation informiert und lohnt sich es am allermeisten für Familien also sobald Kinder mit Familienbeihilfe da sind für Pendlerinnen aber auch wenn ich sonst irgendwelche beruflichen Ausgaben habe vielleicht eine Ausbildung selber bezahlt haben und wenn nicht das ganze Jahr immer beim selben Arbeitgeber und dasselbe Gehalt gearbeitet habe.
00:02:07: Also, wenn es da ein bisschen Bewegung gegeben hat in dem Jahr lohnt sich es in der Regel eine Arbeitnehmerveranlagung zu beantragen.
00:02:15: Die einzelnen Dinge blicken wir gleich nachher.
00:02:18: Fangen wir mal an mit dem Home Office – was kann ich denn konkret absetzen?
00:02:22: Einerseits gibt's das Home Office-Porschale bzw.
00:02:26: genau gesagt heißt jetzt seit des Jahrzehntausendfünfundzwanzig Telearbeitspauschale.
00:02:30: Das sind drei Euro pro Tag für maximal hundert Tage im Jahr.
00:02:35: Die kann mir entweder mein Arbeitgeber direkt bezahlen, das ist auch insofern besser weil ich es dann wirklich eins zu eins habe oder der Arbeitgebers meldet nur die Homeoffice-Tage.
00:02:46: Ich hab noch keinen Kostenersatz bekommen.
00:02:48: oder nicht?
00:02:49: diese drei Euro am Tag vielleicht weniger?
00:02:51: Dann bekomme ich die Differenz automatisch vom Finanzamt berücksichtigt aber nur dann wenn auch die korrekten Homeoffice-Telearbeitstage auch im Jahreslohnzettel übermittelt wurden.
00:03:02: Das heißt, da auch aufpassen auf die Aufzeichnungen dass das auch der Arbeitgeber registriert und im Jahreslohnzetteln meldet dem Finanzamt.
00:03:10: Außerdem kann ich wenn ich zumindest auf sechsundzwanzig Tage im Jahr komme Möbelgeltend machen also ein Schreibtisch wenn ich den selber angeschafft habe einen Schreibtischesessel aber auch Arbeitsplatzbeleuchtung.
00:03:21: und es gibt dann noch digitale Arbeitsmittel.
00:03:25: Das wären zum Beispiel, wenn ich mir selber einen Laptop kaufe.
00:03:28: Einen Druckermonitor, Headset, sämtliches Zubehör was ich brauche für meine Arbeit im Ausmaß der tatsächlichen beruflichen Nutzung.
00:03:37: Im Normalfall kann man dann sechzig Prozent davon Geld entmachen als digitale Arbeitsmittel.
00:03:43: Da muss sich aber auch dazu sagen das wird mit der Homeoffice Pauschale gegengerechnet.
00:03:48: also wenn ich an Anspruch habe auf dreihundert Euro Pauschal und vielleicht einen kleinen Drucker gekauft habe um hundert Euro, sechzig davon kann ich geltend machen als beruflicher Ausgaben.
00:03:59: Dann wird sich das nicht zusätzlich auswirken.
00:04:02: wenn ich aber den Laptop kaufe der vielleicht neunhundert Euro gekostet hat bin ich schon selbst nach Abzug des Privatanteils über den dreihundert Euro.
00:04:11: dann wirkt es wiederum aus ja
00:04:13: Und das Internet zum Beispiel?
00:04:14: Wir haben ja auch Kosten.
00:04:15: Ja, auch das kann ich als digitale Arbeitsmittel geltend machen ebenso im Verhältnis.
00:04:20: Das wird wahrscheinlich auch so zwischen fünfzig und sechzig Prozent liegen und die kann ich dann auch als digitaler Arbeitsmittel gelten machen.
00:04:27: Ich
00:04:27: habe mal gelesen diese Utensilien müssen in einem definierten Arbeitszimmer stehen.
00:04:32: stimmt es oder ist das jetzt auch wenn der Arbeitszisch halt im Wohnzimmer steht man hat keinen Platz hat?
00:04:36: Das ist
00:04:37: genau diese Homeoffice-Telearbeitsregelung, dass das nicht notwendig ist ein eigenes Zimmer.
00:04:43: Also es kann am Küchentisch sein.
00:04:44: wenn ich mir dort meinen ergonomischen Sessel dazu kaufe, kann ich den geltend machen und genauso die Internetkosten.
00:04:53: Egal auch wenn ich an Balkon sitze und Homeoffices mache.
00:04:57: Gibt's denn irgendwelche typischen Fehler, die Arbeitnehmerinnen beim Thema homeoffice steuerlich machen?
00:05:03: Am ehesten, dass Sie eben nicht darauf achten ob diese Tage korrekt verbucht sind.
00:05:09: Weil nur dann kann auch das Homeoffice Pauschale korreksberücksichtigt werden.
00:05:14: also da muss man selber wirklich aufpassen, dass es da immer die Aufzeichnungen stimmen der Arbeitgeber das auch in den Lohnabrechnungen im Jahreslohnzettel berücksichtigen.
00:05:24: Dann kann da grundsätzlich nichts schiefgehen.
00:05:27: Können Sie mir vielleicht ein konkretes Beispiel geben?
00:05:29: Wie viel holt sich denn jemand so durchschnittlich im Steuerlicht zurück?
00:05:32: jetzt beim Homeoffice.
00:05:34: Das ist ganz schwer, weil das total davon abhängt wie die eigene Einkommenssituation ist.
00:05:40: Vielleicht zur Erklärung, das Homeoffice Pauschale ist ein Freibetrag.
00:05:45: Das heißt für diesen Betrag zahle ich keine Steuern auch wenn ich jetzt dreihundert Euro sage.
00:05:49: dass es die Höhe des freien Betrages das bekomme ich nicht eins zu eins außer der Arbeitgeber zahlt mir eben direkt.
00:05:56: Das heisst je nachdem wieviel ich verdiene bekomme mich dann von den dreihundert Euro zwanzig Prozent, dreißig Prozent vierzig Prozent fünfzig Prozent.
00:06:05: ganz ganz wenige Personen in Österreich fünfzig.
00:06:09: Also das ist gestaffelt.
00:06:10: Dieser Betrag kürzt mir dann meine Bemessungsgrundlage, von der die Steuer errechnet wird und daher ist es immer schwer zu sagen aber je nachdem wo man sich bewegt... Es kann auch sein wenn ich jetzt zum Beispiel tausend Euro im Monat verdiene Brutto bin in einem Bereich wo ich noch gar keine Steuern zahle Dann nutzen wir Freibeträge zum Beispiel überhaupt nichts.
00:06:33: also dann habe ich zwar den Anspruch auf das Homeoffice-Paschale Aber sie hat null Auswirkung.
00:06:39: Ja, es lohnt sich also erst einmal einen gewissen Scheißersatz zahlt.
00:06:41: Dass man überhaupt das sozusagen wieder abziehen kann in Anforderungszeichen.
00:06:44: In solchen Dingen ja!
00:06:45: Ja, verstehe.
00:06:46: Jetzt kommen zu einer vielleicht noch schwierigeren Dinge und zwar zur der Pendlerpauschale.
00:06:50: Da gibt's ja die große und die kleine – das haben vielleicht manche schon gehört –.
00:06:54: was ist denn da der Unterschied?
00:06:56: Das sind die Zumutbarkeit des öffentlichen Verkehrsmittels.
00:07:00: Die Kleine bekomme ich wenn mir ein öffentliches Verkehrsmittel möglich und zumutbar Und die Große, wenn das eben nicht zutrifft.
00:07:09: und da gibt es auch wieder eigene Kriterien, die in einer eigenen Verordnung geregelt sind.
00:07:14: Das Einfachste ist wirklich diesen Pendler-Rechner vom Finanzamt zu verwenden.
00:07:19: Da gebe ich meinen Wohnort, meinen Arbeitsort, meine Arbeitszeiten ein wie oft ich den Weg zurücklege und dann bekomme ich schon das Ergebnis.
00:07:27: ausgerechnet dass sind die Fablene hinterlegt und dementsprechend kann ich mir da meinen Anspruch ermitteln.
00:07:34: Gibt es so eine grobe Einteilung?
00:07:36: So ab sechzig Minuten öffentlich fahren ist noch zumutbar.
00:07:41: Also bis sechszig Minuten, ist das jedenfalls zumutbaar.
00:07:45: und dazwischen gibt's wieder so ganz eigene Regelungen was auch teilweise.
00:07:50: Park-and-Ride Kombinationen können zumutbaar sein je nachdem.
00:07:55: Okay verstehe ich also lieber den Rechen daneben Und können Sie vielleicht auch hier ein Beispiel bringen, wie Person A und versus Personen B?
00:08:02: Wie stark unterscheiden sich denn die steuerlichen Entlastungen beim Pendeln dann tatsächlich.
00:08:06: Da habe ich ein Beispiel mitgebracht, weil gerade auch das Pendler-Porschale ist ein Freibetrag – wie wir es vorher beim Homeoffice-Perschale besprochen haben – und zusätzlich gibt's ja dann immer noch den Pendler Euro.
00:08:17: Das ist wiederum ein Absetzbetrag.
00:08:20: Die Pauschale kürzt die Bemessungsgrundlage, von der die Steuer ausgerechnet wird.
00:08:24: Und der Pendler Euro wird dann quasi unten von den errechneten Steuern in Abzug gebracht mit der Wirkung eins zu eins sofern ich auch eine Steuer habe.
00:08:33: und Ich hab jetzt für zwei Beispiele mitgebracht auf Basis twenty-fünfundzwanzig.
00:08:39: wenn jetzt eine Person beispielsweise tausendzweihundert Euro brutto verdient monatlich oder verdient hat monatlicht zweitensvonzwanzzig und null Lohnsteuer zahlt weil das ist unter der Grenze Dann kommt es auch einerseits auf die Sozialversicherungsbeiträge an, weil diese Person kriegt dann eine Gutschrift aus den Sozialversicherungbeiträgen obwohl keine Steuer gezahlt wurde.
00:09:00: Das ist dann die sogenannte Negativsteuer und das wären dann in meinem Beispiel eine Gusschrift von ´thausend dreihundert vierundachtzig Euro wobei davon nur hundert sieben auf das Pendlerpauschale entfallen.
00:09:17: also fürs pendeln das ganze Jahr habe ich dann in der Auswirkung bei dem Beispiel hundert sieben Euro Gutschift mehr als wenn nicht pendeln.
00:09:26: Wenn ich aber jemanden anderen nehme, der vielleicht viertausend Euro brutto im Monat verdient und auch eine Lohnsteuer im Jahr hat von über siebentausend Euro Jahres Einkommen von bis zu über neununddreißig tausend euro Und für diese Person ein kleines Pendelpauschale zum Beispiel berechnen Für fünfundzwanzig Kilometer Dann bekommt diese Person von der Pendlerpauschale, der Betrag ist dann in dem Fall sixhundertsechsohnneinzig Euro vierzig Prozent.
00:09:55: Das ist eben das je nachdem wie viel ich verdiene.
00:09:58: Das wären dann zweihundert achtundsiebzig Euro plus fünfzig Euro Pendler.
00:10:02: Euro fürs Jahr zwanzigfünfundzwanzig hätte die Person dreihundertachtundzwanziger Euro also quasi das Dreifache von den anderen Personen, obwohl die Kostenbelastung in etwa identisch sein wird.
00:10:15: Also gerade wenn man öffentlich pendelt, das Zugdicket kostet für alle gleiche und wenn ich jetzt sogar auf ein großes Pendlerpauschale rechne mit dausend vierhundertsechsund siebzig Euro freie Betrag dann bin ich bei der sechsfachen Gutschefte.
00:10:29: also dann wäre ich bei sechshundertzehnvierzig Euro für dieselbe Strecke.
00:10:34: Das eine ist halt öffentlich zumutbar das andere nicht.
00:10:38: aber das Pendler pauschale stellt jetzt nicht abwicht tatsächlich meinen Weg in die Arbeit Zurücklege in der derzeitigen Form.
00:10:46: Ja, spannend!
00:10:46: Vielen Dank.
00:10:47: Ich glaube das ist ein sehr spannendes Rechenbeispiel gewesen, um es zu verstehen.
00:10:51: Es gibt aber noch viel mehr als die Pendlerpauschale.
00:10:54: Etwas was vielleicht noch nicht so viele kennen, ist dass man auch eine Bildschirmbrille vom Arbeitgeber eventuell bekommen könnte, aber unter welchen Voraussetzungen denn?
00:11:04: Also wenn ich es vom Arbeitgeber bezahlt bekomme, dann habe ich auch kein Thema in meiner eigenen Steuererklärung.
00:11:10: Das habe ich immer nur dann, wenn ich die Kosten selber trage und die Voraussetzungen für eine Bildschirmbrille als Werbungskosten sind dass es wirklich ärztlich verordnet ist und das eine berufliche Nutzung vorliegt, dass das wirklich auf diesen Abstand für den Bildschirmen eingestellt ist und quasi keine private Nutzungen stattfindet.
00:11:31: Und das Dritte haben wir schon gesagt, die Kostentragung.
00:11:34: Wenn es jetzt aber eine Lesebrille oder Gleitsichtbrille beispielsweise wäre würde das nicht gehen unter den Werbungskosten.
00:11:41: dann wären wir im Bereich der außergewöhnlichen Belastungen Krankheitskosten also ich kann jede Brille und der KrankheitsKosten geltend machen.
00:11:50: Ich korrigiere die Fehlsichtigkeit Aber da habe ich eine ganz andere Auswirkung als bei den Werbungskosten.
00:11:57: Bei den Werbungskosten wirkt sich das dann in Summe schon aus, wenn ich mehr als hundertdreißig Euro hab.
00:12:02: Das ist das jährliche Werbungsskostenpauschale, was ich in der Abrechnung schon berücksichtigt bekomme – bei den außergewöhnlichen Belastungen, wenn das jetzt nicht im Zusammenhang mit einer zu minus zwanzigprozentigen Gratterbehinderung habe ich immer einen Selbstbehalt, der ist ungefähr ein eineinhalb brutto Monats Gehälter.
00:12:20: Ist mein jährlicher Selbstbehalten kann man so über den Daumen sagen und mit einer Brille komme ich da im Normalfall nicht drüber.
00:12:27: es kann sein dass ich dann noch andere Kostenbelastungen hatte vielleicht irgendwelche Therapiekosten oder noch eine Zahnbehandlung.
00:12:35: Augenlesern wäre quasi auch dabei.
00:12:37: Auch das korrigiert die Fehlsichtigkeit, was jetzt teurer ist wo ich vielleicht über den Selbstmeld komme und ansonsten wirkt sich das außergewöhnliche Belastung nicht aus.
00:12:47: Verstehe also das sind auch schon diese anderen gesundheitlichen Ausgaben, die man sozusagen anrechnen lassen kann.
00:12:53: Spannend!
00:12:53: Das wusste ich eigentlich auch nicht dass Laserkorrektur zum Beispiel dabei ist... Eigentlich eher auch logisch.
00:12:59: Welche Werbungskosten werden denn am häufigsten übersehen?
00:13:02: Und gibt es vielleicht noch kleinere Posten, die sich eigentlich lohnen, die man aber oftmals über sieht.
00:13:07: Also vielleicht auch die Ausbildungskosten wenn man da welche hat das wirklich umfassend denken weil vielleicht muss ich da extra irgendwo hinfahren dann kann ich auch noch Fahrtkosten berücksichtigen.
00:13:19: Vielleicht ist das auch irgend eine Uni Freitag Samstag wo ich extra vielleicht in ein anderes Bundesland anreisen muss wo ich Übernachtungskosten habe dann auch wenn es weiter weg ist, Verpflegungsmeeraufwand kann ein Thema sein.
00:13:33: Und sämtliche Materialien und Ausgaben die ich eben damit tätige als auch da wieder vielleicht weil ich gar kein Homeoffice mache aber für meine Ausbildung des Internet benötigen kann ich auch hier Internetkosten gelten machen?
00:13:45: antheilig und vom ÖHA-Beitrag angefangen über sämтliche Kosten die mir nicht ersetzt werden.
00:13:52: Und was vielleicht noch eine kleinere Position ist, ist die Betriebsratsumlage.
00:13:57: Also die wird mir zwar direkt abgezogen wenn ich einen Betriebesort habe in einem Betriebersortsfonds aber nicht steuermindend berücksichtigt.
00:14:04: also auch das kann ich dann ausrechnen oder mir eine Jahresbestätigung holen und unter sonstigen Werbungskosten geltend machen.
00:14:10: Das war
00:14:11: mir auch neu!
00:14:11: Schau mal lernt auch selber so sehr gut.
00:14:15: Jetzt haben sie es eh schon angesprochen, die Fort- und Weiterbildungen bzw.
00:14:17: Ausbildungen – was kann man denn da wirklich absetzen?
00:14:20: Zieht er dieses Finanzamt irgendwo eine Grenze?
00:14:22: Also zählt jeder Sprachkurs?
00:14:25: Wenn ich ihn für den Urlaub brauche, erzählt er nichts!
00:14:28: Ich muss schon einen beruflichen Zusammenhang glaubhaft machen und generell gilt halt beim Thema Werbungskostnismus entweder mit zukünftigen oder derzeitigen Einkünften in Zusammenhang stehen.
00:14:39: Es muss was sein, mit dem ich Geld verdienen kann.
00:14:42: wenn ich jetzt rein aus Hobby und privaten Interesse vielleicht irgendeinen Sportkurs mache oder ein Sprachkurs machen wird das in der Regel nicht anerkannt sondern ich muss einen Zusammenhang offenlegen wenn ich überprüft werde.
00:14:57: Und gibt es vielleicht noch sonstige außergewöhnliche Belastungen die man geltend machen kann?
00:15:02: Also auch Begräbniskosten zählen zum Beispiel zu den außergewöhnlichen Belastungen.
00:15:07: Da hängt es immer davon ab, was ist bei der Verlassenschaft rausgekommen?
00:15:11: gibt das aktiver?
00:15:12: Weil das Erste, was immer geteckt wird vom Vermögen und das muss nicht nur mit dem Geld sein.
00:15:18: Das Erste ist immer die Begegnungskosten, die davon geteckt werden.
00:15:20: Und nur wenn dann noch Kosten überbleiben... Dann kann ich dir als Begräbniskostengeldent machen.
00:15:26: Also zum Beispiel, wenn ich jetzt ein halbes Haus oder eine halbe Wohnung geerbt habe, dann kann ich nicht noch die Begrübnis-Kostengelten machen weil das Wert einfach höher ist auch wenn jetzt kein tatsächliches Geld geflossen ist dafür.
00:15:39: Verstehe und einige haben ja doch jetzt auch noch mehrere Jobs worauf muss ich denn achten?
00:15:45: Wenn ich nebenbei noch was verdiene irgendwie Freelancing, Vermietung online Einnahmen es gibt ja sehr viele Möglichkeiten
00:15:52: Ja, also das sind dann auch andere Einkünftsarten.
00:15:55: und wenn ich da mehr als siebenhundertdreißig Euro Gewinn oder Überschuss erziele.
00:16:00: Dann kann ich auch nicht mehr eine Arbeitnehmerveranlagung machen sondern muss sich eine Einkommenssteuererklärung abgeben.
00:16:06: Dann habe ich auch einen Frist bis dreißigsten Juni verpflichtend online bzw.
00:16:10: Dreißigstapril, wenn ich noch Papierformulare nutze und muss mich halt wirklich selbst aktiv werden um auch diese Höhe der Einkünfte zu ermitteln.
00:16:20: Also gerade bei Vermietung ist das sehr speziell, dann sollte man sich wirklich am besten bei einem Steuerberater auch informieren was man da alles noch geltend machen kann.
00:16:30: und dieses Freelancing gibt es die kleinen Unternehmerpauschalierung in den Einkommensteuer.
00:16:36: also das kann ich mir auch einmal zeigen lassen.
00:16:39: bzw haben wir da auch Für Freidienstnehmerinnen ein Erklärvideo, wie man das mit der kleinen Unternehmeparschale dann ausfüllt.
00:16:46: Die Einkommensteuererklärung, also da findet man so auch Infos generell am besten immer wenn man irgend sowas Plan vorab informieren und wenn man zwei Jobs gleichzeitig hat, ist man in einer Pflichtveranlagung, ist zwar noch in der Arbeitnehmer-Veranlagungen aber verpflichtend und sollte sich jedenfalls was auf die Seite legen für drohende Steuernachzahlungen?
00:17:07: Ja Sie haben es vorher angesprochen Und zwar, wenn man eine Familie hat, lohnt es sich besonders.
00:17:13: Können Sie da vielleicht darauf eingehen?
00:17:15: Ja also für Kinder gibt das den Familienbonus Plus.
00:17:19: Den können die Eltern ein Wetter ganz oder halb geltend machen und anspruchsberechtigt ist man immer in der Familie.
00:17:27: Wenn jetzt noch Mutter-Vaterkind alle zusammen im Haushalt leben kann man sich's aufteilen, ein Witter halb oder ganz, wenn jetzt für das Kind Unterhaltszahlungen geleistet werden weil die Eltern vielleicht getrennt sind Und die Unterhaltszahlungen regelmäßig pünktlich in korrekter Höhe geleistet werden, dann hat auch der unterhaltszahlende Eltern Teilanspruch auf den halben Familienbonus und dementsprechend dann die familienbeihilfe beziehenden Personen auf die andere Hälfte.
00:17:54: Es gibt alleinverdiener-aleinerzieher Absetzbeträge – also alleinverdehner ist man wenn man mehr als die Hälften des Jahres im Partnerschaft lebt oder mehr als das Jahr als Familie bei Hilfe bezieht Und die Partnerin, die zuverdienstgrenze nicht überschreitet.
00:18:09: Das wird jetzt auch jährlich angepasst.
00:18:11: momentan so rund sieben tausend Euro.
00:18:14: oder ich bin eben mit den Kindern alleine mehr seit der Hälfte des Jahres mit ihr Familien bei Hilfe.
00:18:19: dann bin ich allein erziehend.
00:18:22: es gibt dann auch noch einen Kindermeerbetrag für die die nicht so viel verdienen.
00:18:27: da gibt's dann auch wieder eigene Voraussetzungen wenn ich den Geld entmachen kann mehr Kindzuflage, wenn ich drei Kinder habe im Haushalt und für die unterhaltszahlenden Unterhaltsabsetzbeträge.
00:18:40: Das klingt jetzt schon alles doch etwas komplexer.
00:18:42: kann man sich da irgendwo auch informieren darüber?
00:18:46: Ja also wir bieten eigene Webinare an.
00:18:49: Steuer- und Familie wo wir das alles ganz im Detail erklären ist kostenlos gibt es auch immer den Rückblick dann auf unserer Homepage zum Anschauen.
00:18:58: Wir haben die Service-Hotline, wo man fragen kann Beratungstermine, Broschüren also ein breites Informationsangebot von der Arbeiterkammer.
00:19:07: Ich glaube das braucht vielleicht schon ein bisschen mehr Einblick bevor man sich daran macht.
00:19:12: Jetzt ist es aber so wenn zb eine Gehaltsverhandlung macht Aber die Arbeitgeberin möchte wirklich überhaupt kein Geld mehr hergeben Dann könnte man ja vielleicht sozusagen um die Ecke denken und dem Arbeitgeber vorschlagen, Dinge die man selbst als Benefit haben könnte.
00:19:29: Die aber für den Arbeitgebers auch steuerlich entweder ganz frei sind oder besonders gut sind.
00:19:34: Gibt es denn da solche Beispiele?
00:19:37: Also der Klassiker ist ja sicher das Öffetickets.
00:19:40: wenn ich jetzt zum Beispiel die Wiener Linie ein Jahreskarte oder sogar das Klimaticket bezahlt bekomme dann kann ich das ohne Abzug von Sozialversicherung steuern bekommen.
00:19:50: Es gibt so gewisse Vorteile, die definiert sind.
00:19:53: Alles andere müsste nämlich als sogenannte Sachbezug angesetzt werden und dann habe ich zwar den Vorteil aber muss quasi meinen Vorteil wieder versteuern – das ist zum Beispiel beim Öffeticket nicht!
00:20:02: Und der Arbeitgeber kann es als Betriebsausgabe geltend machen.
00:20:06: Weil es gibt noch Essensbos beispielsweise Gutscheine bekommen, entweder für Lebensmittelhandel oder Gastro.
00:20:15: Das sind mittlerweile sogar Lieferdienste mit umfasst bis zu einem Betrag von acht Euro pro Arbeitstag wäre das bei der Gastronomie.
00:20:25: und ansonsten gibt es noch die Möglichkeit anlässlich Weihnachtsfeiern beispielsweise Gutsscheine zu übermitteln, zu überreichen und Arbeitsmittel also ein Handy, ein Laptop zur Verfügung stellen, vielleicht irgendein netteres.
00:20:41: Und es glaube ich gibt auch eine Mitarbeiterprämie.
00:20:44: Zählt das auch dazu oder ist das ein bisschen komplizierter?
00:20:47: Mitarbeiterprämie gibt es noch keine Regelung für zwanzig sechsundzwanzig.
00:20:52: Das ist jetzt momentan in so einer Evaluierungsphase und wird erst beschlossen.
00:20:58: Für zwanzundfünfundzwanziger hat es eine gegeben ja.
00:21:01: Das war sozialversicherungspflichtig aber luhensteuerfrei.
00:21:05: Ahja also auch als Tipp vielleicht!
00:21:08: Und jetzt vielleicht ganz wichtig, wann und wo genau muss ich denn alles eintragen?
00:21:14: Und wie funktioniert das.
00:21:15: Vielleicht können Sie uns da auch ein bisschen mitnehmen.
00:21:17: Ja so einem einfachsten Funktioniert über FinanzOnline.
00:21:21: Wenn ich eine ID Austria habe kann ich mich sofort einlocken.
00:21:24: Ich habe auch einen guten Überblick, kann mir meinen Jahreslohnzettel im Detail anschauen.
00:21:29: Wichtig ist das ich immer achte darauf, dass meine Grunddaten aktuell sind und meine E-Mailadresse passt, meine Händenummer Bankverbindung, dass sich auch Verständigungen erhalten können wenn das Finanzamt vielleicht noch irgendein Beleg von mir sehen möchte, dass ich da drauf reagieren kann.
00:21:46: Ich kann dann dort alles eingeben und vorberechnen und sehe dann schon was mich erwartet.
00:21:51: also... Wenn ich zwei Jobs habe, meine Nachforderungen bzw.
00:21:55: meine Gutschriften, wenn ich was zum Absetzen habe und Sinn macht es immer ab März weil erst dann sind fürs Vorjahr alle Unterlagen vorhanden die Arbeitgeber aber auch AMS-Krankenkasse meines Spenden, die werden alle bis auf der fähigsten Februar übermittelt.
00:22:13: das heißt wenn ich zu früh mache habe ich immer das Risiko dass es noch unvollständig ist dass nur ein Teil der Einkünfte aufscheinen und ich deshalb vielleicht einen Negativsteuergutschrift bekommen.
00:22:22: Und dann muss ich wieder zurückzahlen, das ist immer unangenehm.
00:22:26: Und was vielleicht für viele auch interessant ist bis wann maximal?
00:22:30: Also ich habe fünf Jahre Zeit meine Arbeitnehmerverhandlungen durchzuführen wenn sie freiwillig isst, wenn es verpflichtend ist bis dreißigsten Juni.
00:22:38: Und innerhalb der fünf Jahre kann ich auch einen eigenen Antrag stellen, wenn ich zum Beispiel in die automatische Arbeitnehmer-Veranlagen gefallen bin.
00:22:46: Und Herrn Daußherz, wann haben Sie das letzte Jahr Ihren gemacht?
00:22:50: Ich hab im Juni.
00:22:51: Weil Anfang des Jahres habe ich immer besonders viel zu tun, weil er gesagt hat mehr zu problemälen als meine Hochsaison und so danach!
00:23:00: Wie lang dauert dann sowas?
00:23:02: So ein Schnitt ist natürlich sehr drauf an, aber ...
00:23:04: Ja, ich würde sagen, jeder eine halbe Stunde soll es erledigt sein.
00:23:08: Okay also eigentlich keine Angst davor.
00:23:11: Es gibt viele Mittel- und Wege.
00:23:13: Wenn man sich auch Hilfe holen kann, haben glaube ich auch schon ein paar gesagt wo man eventuell wenn man sich doch nicht auskennt dann doch Hilfe bekommen kann.
00:23:22: Vielen Dank für das Gespräch hat mich sehr gefreut!
00:23:25: Ich habe ein bisschen Mut jetzt es eher zu machen als sonst würde ich diese Frau behaupten.
00:23:30: Vielen dank auch fürs Zuhören und wenn es euch gefallen hat dann freuen wir uns wenn ihr uns weiter empfehlt.
00:23:35: gebt uns auch gerne eine gute Bewertung auf Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer ihr Podcast hört.
00:23:39: Feedback und Fragen gerne als Podcast atderstandard.at.
00:23:42: Wir freuen uns immer.
00:23:43: Diese Folge wurde produziert von Christoph Neuwirt.
00:23:45: Ich bin Natascha Iket und sage tschüss bis zum nächsten Mal,
00:23:48: tschüß!