Der STANDARD-Podcast über Geld
00:00:17: Willkommen zu.
00:00:18: Lohnt sich das, der Standard Podcast über Geld.
00:00:20: Mein Name ist Natascha Iqat.
00:00:22: Aber ich sitze heute nicht alleine da, sondern ich habe meine zwei Kolleginnen noch dabei.
00:00:26: Hallo, ich bin Melanie Reidel.
00:00:28: Und ich bin Annika Dang.
00:00:29: Ja, Weihnachten steht vor der Tür und mit ihm die alljährliche Frage, was schenken wir denn heuer?
00:00:35: Und vielleicht noch wichtiger, wie viel geben wir eigentlich dafür aus?
00:00:38: Und lohnt sich das alles wirklich?
00:00:39: In dieser Folge tauchen wir ein in die Welt der österreichischen Weihnachtsausgaben, sprechen über die beliebtesten Geschenke und darüber, warum wir schenken, was wir schenken.
00:00:47: Bevor wir anfangen, hier noch ein wichtiger Hinweis.
00:00:50: Es lohnt sich uns, auf Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer ihr Podcast hört zu abonnieren.
00:00:54: Dann verpasst ihr nie eine neue Folge.
00:00:56: Es ist ein schwieriges Jahr gewesen.
00:00:58: Die Inflation ist immer noch da, sie ist auch gestiegen.
00:01:02: Und dieses Jahr ist Weihnachten deshalb ein bisschen überschattet vielleicht von der Inflation.
00:01:08: Das ist nicht besonders schön, aber wie sehr belastet uns die Inflation denn wirklich?
00:01:12: Vielleicht nehmen wir das gleich mal zu Beginn als Frage her, auch wenn es nicht besonders besinnlich ist.
00:01:18: Die Gesamtinflation in Österreich lag laut Statistikaustria im Dezember bei rund vier Komma eins Prozent, also dass es nicht wenig und besonders stark betroffen davon sind Energie mit einem Plus von mehr als zehn Prozent und auch Ausgaben für Lebensmittel und alltägliches.
00:01:36: Und das merkt man dann eben auch selbst bei den Weihnachtsklassikern, die davon dann stark betroffen sind.
00:01:42: Also zum Beispiel die Zutaten fürs Keksebacken.
00:01:44: Also Zucker, Butter, Schokolade sind teils um dreißig bis sogar forty-fünf Prozent teurer als noch vor ein paar Jahren.
00:01:51: Und liegen damit natürlich auch deutlich stärker über der allgemeinen Inflation.
00:01:55: Also ein sehr, sehr teurer Wanderlickipfel dieses Jahr.
00:01:58: Das finde ich richtig schlimm.
00:01:59: Und auch die Christbäume werden nämlich auch teurer.
00:02:01: Bei den heimischen Christbäumen muss man heuer ca.
00:02:03: ein bis zwei Euro pro Meter mehr bezahlen.
00:02:07: Das bedeutet, dass es so drei bis dreizehn Prozent mehr kostet, eine Tanne zu kaufen.
00:02:12: Und Fichten sind sogar noch teurer, das sind sogar zwanzig Prozent mehr, die man dahin blättern muss.
00:02:17: Also wer also einen richtig großen zwei Meter Baum haben will, der muss rund vier Euro mehr ausgeben.
00:02:22: Das ist also ein Latte Macchiato mehr, würde ich mal zu sagen.
00:02:26: Und an Random Side Fact, laut dem Obmann der Niederösterreichischen Christbaumbauern, da gibt es wirklich, werden vermutlich auch dieses Jahr in Österreich rund zwei Komma acht Millionen Christbäume verkauft.
00:02:37: Das ist ehrlich gesagt ganz schön viel.
00:02:40: Mit welchem Budget rechnen den Österreicherinnen und Österreicher durchschnittlich rund um das Fest?
00:02:45: Da gibt es auch Zahlen.
00:02:46: Ja, und zwar gibt es da eine aktuelle Umfrage von der Bank Neunundneunzig und die gehen da im Schnitt von achthundertviertzehn Euro pro Haushalt in Österreich aus.
00:02:56: Man muss aber sagen, das unterscheidet sich schon, je nach finanzieller Situation.
00:02:59: Da sind schon große Unterschiede sichtbar.
00:03:01: Also Menschen, die Geldsorgen haben, sagen, sie liegen da im Schnitt bei sechshundertdraßig Euro, werden eben jene, die keine Geldsorgen plagen, auf sogar tausend sechshundertzwanzig Euro kommen.
00:03:13: Also das ist dann natürlich schon ein sehr... sehr deutlicher Unterschied zwischen diesen verschiedenen Haushaltssituationen.
00:03:18: Und die Umfrage zeigt auch für Weihnachten zwanzig, fünfzwanzig, dass über vierzig Prozent der Befragten wahrscheinlich weniger ausgeben wollen als im Vorjahr.
00:03:29: Also das heißt, man merkt da schon, dass das Geld ein großes Thema ist.
00:03:33: Und was ich glaube, ich auch dazu sagen wollen würde.
00:03:36: Dass da nicht nur Geschenke dabei sind, sondern da ist auch Essen dabei, da sind Fahrten dabei, wenn man irgendwo hinfahren will.
00:03:41: Also das sind sehr viele alle möglichen neuen anderen Ausgaben rund um Weihnachten dabei, nicht nur Geschenke.
00:03:47: Es ist eigentlich wie, als würde man doppelt Miete bezahlen, also bei manchen Haushalten im Weihnachtsmonat sozusagen.
00:03:55: Also bei achthundert Euro pro Haushalt, oder tausendsechshundert, also je nachdem.
00:03:59: Ich meine, wenn man sich's leisten kann, kann man sich's leisten, aber... Also, sechshundert Euro ist dann auch wieder so ein, wie geht's die mal zum Beispiel, also schon nicht ohne.
00:04:06: Ja.
00:04:07: Welche Kuppen geben denn mehr oder weniger Geld aus?
00:04:11: Am spendabelsten sind wahrscheinlich wenige Überraschende, die dreißig bis neunundvierzigjährigen, so mit rund neunhundert dreißig neunhundertvierzig Euro, gefolgt für einen über neunundvierzigjährigen mit rund achthundert Euro.
00:04:24: Und die unter dreißigjährigen geben ein bisschen weniger aus, das sind ungefähr sechshundert Euro.
00:04:29: Also ja, die, die ihr meistens verdienen oder gerade in ihr Prime-Verdienstzeit sind, geben halt am meisten aus.
00:04:35: Und es gibt aber auch Geschlechtsunterschiede, das ist schon ganz spannend.
00:04:39: Frauen geben eher für Geschenke und Lebensmittel, Getränke, Dekorationen und Stylinge Geld aus und Männer geben mehr für Gastronomie und Ausgehen und Reisen und Transport Geld aus.
00:04:49: Männer haben im Durchschnitt auch höhere Gesamtkosten, also rund knapp hundert Euro mehr geben Männer als Frauen aus.
00:04:57: Weiß man, wofür?
00:04:58: Ja, man weiß, wofür.
00:05:00: Am meisten für Geschenke, und zwar immerhin, vierundseißig Prozent der Befragten, auch immer noch von dieser Bank, neunneinzig Umfrage, also Geschenke sind die größten Posten, im Durchschnitt werden ungefähr zweihundertsechzig Euro dafür ausgegeben.
00:05:12: Dicht gefolgt von Lebensmitteln und Getränken und hundertfünfzig, hundertsechzig Euro geben die meisten Leute dafür aus.
00:05:19: Und der Dritte... Posten sind auch Reisen und Transport.
00:05:22: Es fallen etwa bei ein Drittel der Leute an und wer verreist, gibt im Durchschnitt rund etwas mehr als vierhundert Euro aus.
00:05:28: So alles recht große Kosten, würde ich mal sagen.
00:05:31: Würden sich denn auch Leute verschulden, um Weihnachten möglich zu machen?
00:05:36: Ja, dazu gibt die Umfrage auch Aufschluss und erstaunlicherweise jede bzw.
00:05:41: jeder siebte ist sogar bereit, das eigene Konto zu überziehen für Weihnachtsgeschenke.
00:05:46: Zumindest gelegentlich haben die angegeben.
00:05:49: Und forty-two Prozent, also doch ein beachtlicher Anteil, sagt, dass das Weihnachtsgeld, also das vierzehnte Gehalt wirklich wichtig ist, um eben diese Kosten rund ums Festdecken zu können.
00:05:59: Sie sich auch so, dass wenn das vierzehnte Gehalt nicht da wäre, vielleicht doch gar nicht feiern könnten, zumindest nicht so in der Form mit Geschenken und Fancy-Dinner zum Beispiel.
00:06:08: Wenn man die Zahl von Anfang an nimmt zu achthundert Euro, dann verstehe ich das, muss ich sagen.
00:06:12: Also dann braucht man schon einen Gehalt mehr.
00:06:15: Welche Geschenke sind denn heuer besonders beliebt, Melanie?
00:06:19: Also da gibt es eine Umfrage des Linzermarkt-Instituts und Gutscheine sind mit ca.
00:06:25: vierzig Prozent die beliebtesten Weihnachtsgeschenke.
00:06:28: Also die unkreativsten würde ich jetzt mal sagen, aber die einfachsten.
00:06:32: Und die liegen tatsächlich noch vor den Geldgeschenken mit fünfundzwanzig Prozent.
00:06:37: und danach kommen schon Spielzeuge und Bücher.
00:06:40: Das sind ja auch alle sehr beliebte Geschenke und man beschenkt ja eigentlich zu Weihnachten noch am liebsten eigentlich Kinder, weil die freuen sich halt ja noch.
00:06:46: Sehr.
00:06:46: Und da kommt ja dann das Christkind und so weiter.
00:06:48: Also es wundert mich jetzt eigentlich gar nicht, dass mit den Geldgeschenken vielleicht, weil es ja dann doch ein Gutschein zählt auf etwas Bestimmtes ab.
00:06:55: Und der Gutschein-Trend wächst aber immer weiter und immer mehr Leute schenken Gutscheine.
00:07:01: Dafür nimmt aber das Umpauschen der Geschenke tatsächlich ab.
00:07:05: Also offenbar bekommen doch die meisten Leute in letzter Zeit ihre Lieblingssachen zu Weihnachten.
00:07:11: Und vieles wird auch recht rasch eingelöst.
00:07:14: Zum Beispiel für Textil oder Sport.
00:07:16: Bekleidung oder Sport Sachen.
00:07:19: So viel dazu zu den Geschenken.
00:07:21: Wann kaufen denn die Österreicherinnen und Österreicher ihre Geschenke?
00:07:24: am liebsten schon sehr früh, übers Jahr verteilt oder erst kurz davor?
00:07:28: Tatsächlich schon etwas früher.
00:07:30: Rund die Hälfte startet nämlich mit den Weihnachtserkaufen vor Ende November und ein Drittel beginnt die Einkaufsphase rund mit dem ersten Advent und nur ein sehr kleiner Teil kauft die Geschenke das ganze Jahr.
00:07:43: Das finde ich schon auch interessant.
00:07:45: Und offizieller Startschuss ist der Black Friday, der sich in Österreich auch mittlerweile sehr etabliert hat.
00:07:51: Und es werden rund vierhundertsechzig Millionen Umsatz erwartet.
00:07:54: Das ist ein Rekordjahr wird erwartet.
00:07:57: Und rund dreiundsechzig Prozent der Österreicherinnen planen, diese Rabattage zu nutzen und rund fast dreihundert Euro pro Kopf auszugeben, sagen einige Umfragen.
00:08:07: Ja, mal sehen.
00:08:07: Das finde ich schon relativ viel und deswegen ist es auch klar, dass Ende November, wo der Black Friday stattfindet, sozusagen der Startschuss für das Weihnachtsgeschenk.
00:08:15: Das ist ja der Feiertag aus den USA, der traditionell direkt nach Thanksgiving stattfindet und wo die Leute ja teilweise auch kämpfen vor den Geschäften, um die großen Rabatte aus den Geschäften mitzunehmen.
00:08:27: Also an sich ja eigentlich nichts Schlechtes, weil viele sind ja doch auf Rabatte angewiesen und von daher ist es ja auch eigentlich ganz gut, wenn man das nutzen kann.
00:08:35: Aber zeigt natürlich auch, wie kommerzialisiert Weihnachten mittlerweile ist.
00:08:39: Und ich glaube auch, es gibt schon auch Kritik daran und Bedenken.
00:08:41: Also es ist eine Riesenwerbemaschinerie, die dann anläuft und man kann ja dann manchmal selber fast gar nicht denken, ach jetzt verpasst ich eventuell diesen Wahnsinns-Deal, wenn ich nicht jetzt zuschlage und dadurch steigt natürlich der Konsumdruck auch und werden Leute vielleicht eher verleitet, noch mehr zu kaufen, als sie normalerweise kaufen würden.
00:08:59: Und kleinere Händler haben halt es auch schwerer mitzuhalten.
00:09:02: Also große Einkaufsriesen können dann natürlich ganz andere Rabatte raushauen, weil sie sich durch andere Verkäufe wieder ausgleichen, kleinere Händlerinnen und Händler tun sich da deutlich schwerer, würde ich jetzt mal behaupten.
00:09:11: Sofall mal zu den Hard Facts, aber was bedeutet denn eigentlich das persönliche Schenken an Weihnachten?
00:09:18: Es ist wie Pflicht, es ist Freude, es ist beides, wie es sitzt bei euch.
00:09:22: Also irgendwie ist es beides, oder?
00:09:24: Also man beschenkt natürlich seine Freunde und Familie sehr gerne.
00:09:27: Aber man will ja auch nicht die einzige Person sein, wenn man sich jetzt, auch wenn man sich nicht viel leisten kann, die nur jetzt ein nettes Fotoschenkt oder Pralinen zum Beispiel, obwohl Pralinen auch schon extrem teuer sind.
00:09:38: Also ich habe jetzt letztens im Geschäft gesehen, Lindpralinen kosten schon zwölf Euro, so eine normale Packung.
00:09:44: Teilweise geht es aber auch schon bis zu dreißig Euro, habe ich auch schon gesehen.
00:09:47: Da bin ich mir auch sehr gewohnt wird.
00:09:49: Ja, Schokolade ist echt oft sehr, sehr teuer schon, also.
00:09:52: Ja, ja, das ist gar nicht mehr so ein kleines Geschenk, muss man sagen.
00:09:55: Aber eigentlich sollte es ja die Geste sein, die zählt und deswegen ist es eigentlich eher die Freude, würde ich sagen.
00:10:02: Ja, ich würde auch sagen, natürlich die größte Freude ist ja das Schenken selbst, sagt man.
00:10:07: Nein, das sind die halbe Wahrheit.
00:10:10: Ja, wie ist denn was in die ganze Wahrheit, Natascha?
00:10:12: Was bekommst du denn vielleicht gerne geschenkt?
00:10:14: Ich gehöre zu den wenigen Ausnahmen, glaube ich, die wirklich gerne Socken geschenkt bekommen.
00:10:20: Die gehen unter mir alle kaputt und dann ist es perfekt, einmal im Jahr einen neuen Schwung zu bekommen.
00:10:25: Ja, ich muss sagen, ich kann mich tatsächlich anschließen.
00:10:27: Also, so gute Socken sind wirklich Gold wert, kann man sagen, auf das über die freut man sich dann auch fallen, weil es ja was ein bisschen unliebsam ist, das selber zu kaufen.
00:10:36: Und wenn die dann unter dem Baum liegen, können die schon Freude bereiten.
00:10:40: Also,
00:10:40: ich stimme euch zu.
00:10:42: Bei mir ist es tatsächlich ein Terminkalender, den ich jedes Jahr natürlich aufs Neue brauche fürs nächste Jahr und deswegen wünsche ich mir den eigentlich auch immer.
00:10:51: Und toll ist es natürlich auch, wenn man was Kleines zum Beispiel für die Wohnung bekommt, weil wenn man Neue wo einzieht oder wenn man gerade umgezogen ist, wie in meinem Fall in diesem Jahr, dann freut man sich natürlich über jegliche Deko oder jegliche Dinge, Regale.
00:11:03: Also das klingt jetzt so unsexy, aber die Dinge braucht man halt und man möchte seine Wohnung schön einrichten.
00:11:10: kommt vielleicht nicht dazu, sich alles selbst zu kaufen.
00:11:12: Aber habt ihr auch das Gefühl, dass der finanzielle Druck zu Weihnachten jetzt steigt?
00:11:16: Sind wir gleich vielleicht auch zu den letzten Jahren?
00:11:19: Ich würde sagen, ich persönlich nehme es nicht so sehr wahr.
00:11:22: Aber ich kann mir schon vorstellen, das ganze Thema Black Friday und Cyber Monday und Black Week und Black Month, es ist schon sehr allgegenwärtig.
00:11:30: Also ich glaube, dem kann man sich Schwer entziehen, wenn man online in irgendeiner Form unterwegs ist.
00:11:35: Die sozialen Medien sind voll mit angeboten.
00:11:38: Ich kann mir vorstellen, dass das was ist, wo viele das Gefühl haben, dass man hat Angst, man verpasst den Deal seines Lebens, wenn man das nicht kauft.
00:11:46: Da kann ich mir vorstellen, dass das für manche durchaus den Druck steigert.
00:11:50: Meine Schwester hat vor Jahren schon einen Schlussstrich gezogen, was das angeht.
00:11:55: Sie macht nur noch Sachen selbst.
00:11:58: Sie will auch nicht, dass wir uns in der Familie teure ... Gutscheine, Elektrogeräte und so was kaufen.
00:12:04: Aber sie kann auch Stricken, Häkeln basteln, das muss man halt auch dazu sagen, das muss man dann natürlich auch können.
00:12:09: Natürlich kosten die Dinge ja auch was im Einkauf.
00:12:12: Aber es war so ihr Protest zu sagen, hey, besinnen wir uns darauf, worum es eigentlich geht und das ist, uns eine Geste zeigen und die Zeit zusammen zu verbringen.
00:12:21: Bei mir muss ich sagen, also den Druck ist schon da.
00:12:24: Also wie gesagt, man möchte irgendwas schenken, was die Menschen dann auch nutzen können, also was sie wirklich brauchen und das dann nicht einfach so rumsteht und unnötige Kauftur, das sozusagen.
00:12:34: Und man möchte auch nicht die Person sein, die dann eben nur eine Karte schenkt oder so.
00:12:38: Aber ich glaube, wenn sich da jemand wirklich aufregt im Nachhinein, dass man jetzt quasi nur eine Duftkerze geschenkt hat oder so, dann muss man sich halt auch überlegen, ist man selbst das Problem oder vielleicht die andere Person.
00:12:52: Ich merke schon, dass ein Druck steigt, aber nicht die Erwartungsdruck, sondern der finanzielle Druck, weil alles andere auch teurer geworden ist.
00:12:58: Also, wenn meine Lebensmittelreinkofe sind deutlich teurer geworden, damit sinkt sozusagen der Bereich oder das Geld, das ich dafür ausgeben könnte, schon erheblich.
00:13:08: Und jetzt, ich glaube, zum ersten Mal habe ich mir einen Limit wirklich gesetzt.
00:13:11: Ich meine nicht, dass es das vorher braucht, aber jetzt braucht es halt leider das Limit, dass man sagt, nein, es geht sich nur noch so und so viel aus und darüber hinaus irgendwie nichts mehr.
00:13:20: weil sonst bleibt für den Rest nicht genügend übrig.
00:13:22: Aber kann man dann irgendwie als Konsumentin überhaupt noch feststellen?
00:13:26: Oder wann kann man dann feststellen, dass man vielleicht zu viel ausgibt?
00:13:29: Was würdet ihr sagen?
00:13:30: Also ich muss sagen, mich haben die Zahlen aus der Umfrage schon sehr überrascht.
00:13:34: Also dass da doch jede sämte Person sagt, sie überzieht da gelegentlich das eigene Konto fürs Weihnachtsfest.
00:13:40: Könnte schon auch ein Wegruf sein, wo man sagt, vielleicht ist das auch einfach zu viel und vielleicht ist da auch ... die Möglichkeit da irgendwie umzudenken und zu sagen, vielleicht gibt es andere Wege, etwas zu schenken und andere Freude zu bereiten, die jetzt nicht unbedingt an hohe Kosten geknüpft sind.
00:13:54: Also ich glaube auch natürlich selbst machen, selbst Geschenke herstellen, ist also auch nicht kostenlos.
00:13:59: Also man braucht da auch irgendwie bestimmte Skills und natürlich dann auch die Materialien dafür.
00:14:04: Aber ich glaube, wenn man sagt, man schaut, dass da irgendwas ist im eigenen Bereich, was man machen kann und das verschenkt, dann kann man da, glaube ich, auch eine große Freude machen.
00:14:12: Kann oder überhaupt nicht malen?
00:14:15: Basel kann ich auch überhaupt nicht.
00:14:17: Das fällt ein bisschen flach für mich.
00:14:18: Für kannst du gut schreiben, ganze Gedichte.
00:14:20: Stimmt.
00:14:21: Gedichte bin ich auch schlecht, dann hätte ich den Champier, glaube ich.
00:14:24: Oder
00:14:24: sonst der gute alte Gutschein für einmal Wäsche aufhängen und den Geschirr spülen.
00:14:28: Nicht
00:14:28: schlecht, nicht schlecht.
00:14:30: Dann bin
00:14:30: ich mir heutzutage, glaube ich, auch darüber freuen, wenn ich das mal geschenkt
00:14:34: bekommen würde.
00:14:34: Stimmt allerdings, ja.
00:14:36: Stimmt
00:14:36: immer mal.
00:14:37: In Anfangs seinen Haushaltsvertrag dreht.
00:14:40: Ja, also apropos Haushalt, also ich denke auch, wenn man merkt, dass man auch vielleicht unter dem Jahr schon an wichtigen Stellen sparen muss, die man eigentlich braucht, nur weil man an Weihnachten denkt, das ist natürlich dann schon, finde ich, ein Alarmsignal, oder?
00:14:52: Also, ich denke, das wäre dann auch so ein Zeichen.
00:14:56: Man muss natürlich aber auch dazu sagen, dass es sehr stark auch auf die Situation, auf die eigene familiäre Situation ankommt.
00:15:02: Also ich kann mir auch gut vorstellen, wenn man Kinder hat, die man beschenken möchte, dass man da wahrscheinlich auch eher dazu bereit ist, natürlich Geld in die Hand zu nehmen, um da Wünsche zu erfüllen und dass das für viele Familien sicher auch ein Thema ist.
00:15:14: Also die Kosten, da kann man jetzt nicht so einfach sagen, ich bastle jetzt etwas oder finde da irgendwie andere Wege, sondern ich glaube, wenn da die Wunschliste da ist, ist das sicher auch ein großes Thema.
00:15:24: Auf jeden Fall.
00:15:24: Ich glaube, da ist auch Social Media bestimmt ein großer Faktor, dass man sieht ja die Kinder, wie sie mit diesen Wombikes herumfahren.
00:15:32: Plötzlich hat jedes Kind so ein Fahrrad auf der Straße oder die Tonibox zum Beispiel, das sind alles Dinge.
00:15:37: Da gerät man sich ja auch unter Druck, wenn man merkt, die meisten Kinder haben so etwas und dann sehen das die eigenen Kinder vielleicht und man möchte denen genauso etwas ermöglichen und ihnen nicht das Gefühl geben, so ja, wir können uns das jetzt aber nicht leisten.
00:15:49: Und das erzeugt sich ja auch einen Druck.
00:15:50: Und das ist sicher nicht einfach.
00:15:52: Und das ist in den sozialen Medien bestimmt sehr, sehr präsent.
00:15:56: Also mir wird sowas jetzt nicht reingespülen, aber das ist ja mit allen Dingen so, die in der eigenen Alltag sehr oft vorkommen.
00:16:03: Also das ist sicher auch nochmal ein schwieriger Punkt, würde ich sagen, finanziell.
00:16:07: Und
00:16:07: auch tatsächlich bei Großfamilien, wenn man tatsächlich mal zusammenkommt und sich dann alle tatsächlich etwas schenken, ist natürlich der Riesendruck da, wie teuer muss es denn sein, damit man irgendwie nicht knausig rüber kommt.
00:16:18: Beziehungsweise haben dann vielleicht unterschiedliche Familienmitglieder unterschiedlich viele finanzielle Möglichkeiten auch.
00:16:25: Und das kennen wir ja schon von vielen anderen Folgen, das über Geld sprechen sehr, sehr schwierig ist.
00:16:29: Und dann auch noch in Zeiten, die so aufgeladen sind, also wo jemand unbedingt eine Freude machen möchte, wo man unbedingt eigentlich viel ausgeben möchte, wo man unbedingt eine tolle Zeit haben möchte, wo man unbedingt das Lachen sehen will, danach.
00:16:42: Gerade da ist es, glaube ich, noch mal schwierig, über Geld zu reden, aber deshalb wäre es vielleicht noch wichtiger, über Geld zu sprechen, um zu sagen, okay, wir machen vielleicht nicht ganz so viel.
00:16:50: Wir haben ein Limit uns gesetzt, wie viele Geschenke kosten sollen oder auch wie viel das Essen kosten soll.
00:16:54: Also es gibt ja auch, weiß ich nicht, Weihnachtsgänze sind mittlerweile auch sehr, sehr, sehr, sehr teuer.
00:16:59: Gibt es denn Ausgaben, bei denen ihr sagen würdet, das lohnt sich auf jeden Fall und welche sind vielleicht sogar deine Geldfresser?
00:17:07: Ich finde es lohnt sich auf jeden Fall einen Gutschein herzuschenken, aber ohne Geld wert.
00:17:12: Mein Gutschein, damit man gemeinsam ins Kino geht und dann macht man es im Endeffekt nicht.
00:17:16: Das ist ein kleiner Geldspartrick.
00:17:20: Nein, aber richtige Geldfresser sind oft Dinge, die man eigentlich nicht braucht.
00:17:24: Wenn man sich wirklich selbst mal in die Nase lassen denkt, bräuchte ich das, würde ich das wollen, würde ich diesen Dekogegenstand wirklich bei mir aufstellen zu Hause?
00:17:31: und die Antwort nein lautet, können wir vielleicht auch einfach lassen.
00:17:35: Ja, ich denke auch, dass bei Kindern nicht unbedingt sein muss, dass es gleich fünf, sechs, sieben Geschenke sind, die da unter Weihnachtsprobleme liegen.
00:17:41: Weil da macht man sich ja selber auch den Druck für die Jahre darauf, dass es immer so viel sein muss.
00:17:45: Und dass die Kinder dann auch damit rechnen.
00:17:47: Also Kinder merken sich sowas ja, die freuen sich und die haben ja dieses Gespür ja noch nicht dafür, was wie viel kostet und denken dann halt nicht in der Form.
00:17:56: Und deswegen ist das vielleicht auch nicht unbedingt notwendig, dass man dann fünf Spielsachen kauft, sondern vielleicht reichend zwei.
00:18:02: Also je nach dem.
00:18:03: Und... Ich denke aber, dass für gutes Essen am Weihnachtsabend sich das Geld schon lohnt, also je nachdem, für wen sich was lohnt oder wer sich auf was freut, aber ich denke mir, Lebensmittel sind eh schon so teuer geworden, dann will ich aber trotzdem zu Weihnachten eben vielleicht mal was Tolles kochen, wenn ich eh schon unterm Jahr mich zusammenreise beim Einkaufen und beim Kochen und das alles sehr simpel ist.
00:18:26: Vielleicht will ich mir dann zu Weihnachten wirklich was gönnen und was Tolles Aufwendiges machen.
00:18:30: Dann denke ich, lohnt sich das Geld auch, aber natürlich verhältnismäßig gehalten.
00:18:35: Was nehmt ihr jetzt heuer für das eigene Weihnachtsfest mit?
00:18:39: nach unserem Gespräch?
00:18:41: Ja, mich hat auch schockiert, wie viel Geld tatsächlich ausgegeben wird an Weihnachten.
00:18:44: Und deswegen nehme ich für mich mit, dass dieses Jahr etwas genauer im Blick zu haben.
00:18:49: Also jede Kleinigkeit auch, auch mal die Kekse, die ich kaufe, vielleicht auch noch dazu rechnen.
00:18:54: Das mache ich jetzt auf jeden Fall mal überprüfen.
00:18:56: Und ich habe auch schon vorgenommen, weniger auszugeben Geld und weniger zu schenken.
00:19:02: Ich glaube, das gelingt auch dieses Jahr.
00:19:03: weil es ein kollektiver Beschluss war.
00:19:05: Und Weihnachtsbaum kaufe ich eh nicht.
00:19:07: Ich dekoriere mal einen kleinen Zipperpflanze.
00:19:09: Das reicht.
00:19:11: Das ist ein guter Tipp, ja.
00:19:12: Ich glaube, ich habe auch vorher nicht so aktiv darüber nachgedacht, wie viel Geld gibt man denn jetzt aus für Weihnachten.
00:19:18: Also ich habe jetzt, glaube ich auch, wie du sagst vorher, nicht das Gefühl gehabt, man braucht jetzt unbedingt einen Budget.
00:19:22: Aber wenn man sich das mal anschaut, was da eigentlich für Ausgaben dahinter stecken, ist es sicher interessant, auch mal für sich selber zu reflektieren, wie viel Geld gebe ich da eigentlich aus und was ist mir, wie viel.
00:19:33: Wert und womit bereite ich Leuten wirklich nachhaltig eine Freude.
00:19:36: Also ich habe schon, muss ich sagen, ich bin ein bisschen ein Streber, was das eingeht.
00:19:41: Und zwar schreibt mich schon gerne unter dem Jahr ein bisschen Sachen immer auf, also sowas Geschenke sein könnten.
00:19:46: Aber ich fahre auch einfach gerne bei den Leuten mal nach und sage, was ist es denn, womit man dir eine Freude bereiten kann?
00:19:52: Und ich glaube, falls man das nicht macht, kann ich sehr dazu raten, weil da habe ich schon auch gemerkt, dass man Leuten wirklich immer eine Freude machen kann, wenn man ihnen wirklich verschenkt, worüber sie sich freuen, was irgendwie nützlich.
00:20:02: ist, was man sich selbst sonst vielleicht auch nicht immer gönnt.
00:20:05: Also das sind glaube ich gute Tipps.
00:20:07: und was ich auch ein bisschen bemerkt habe, ist beim Schenken, dass Leute auch gerne Sachen schenken, die sie selber gerne hätten oder ihnen selber gut gefallen.
00:20:15: Also ich glaube, das ist vielleicht auch ein ganz guter Tipp, wenn man merkt, eine Person schenkt irgendwie sehr gerne Bücher, dann weiß man vielleicht freut die sich selber auch über ein gutes Buch, wo man sich dann einfach mal Zeit nimmt für sich und ein bisschen lesen kann.
00:20:26: oder ich glaube, das kann man eigentlich auch verschiedene Sachen anwenden, also dass man da vielleicht ein bisschen merkt und niemand irgendwie immer wieder Weil sie vielleicht ein Haushaltsgerät verschenkt, dass die Person vielleicht gerne auch selber mal einen Eierkocher hätte oder irgendwie einen Grill oder was auch immer.
00:20:39: Vielleicht kann man da auch ein bisschen schauen, was das Sachen sind über die sich andere freuen.
00:20:43: Ja, das ist ein guter Tipp, finde ich.
00:20:45: Ja, ich finde auch Zeitgeschenke-Ip vor allem sehr schön, wenn man sagt, man trifft sich mal wieder zum Beispiel einen Gutschein sozusagen fürs Wandern gehen oder sowas zum Beispiel, was ich auch sehr gerne mache.
00:20:56: Wenn es eben kein Zeitgeschenk ist, sondern ein materielles, ich gehe auch gerne auf Flohmärkte oder auf Online-Second Hand Shops zum Beispiel, um günstige Geschenke zu finden und ... dann sind da oft so Deko oder Sachen oder so ganz ausgefallene Dinge, die man niemals in einem Geschäft finden würde, die irgendjemand aussortiert hat, nicht mehr braucht.
00:21:14: Und wo man sich denkt, na ja gut, dann freut sich eben wer anderer drüber.
00:21:17: und dann denkt man sich, ah, die Farbe oder die Form, wie auch immer, könnte der und der Freundin gefallen.
00:21:22: Ich habe zum Beispiel dieses Jahr in einem Adventskalender auf Willhaben gesucht und muss sagen, das sind total interessante Formen und Stoffe dabei gewesen.
00:21:29: Und das finde ich dann irgendwie so ganz speziell, oder?
00:21:33: was Besonderes.
00:21:33: Und deswegen denke ich mir, das ist auch eine gute Idee.
00:21:35: Ich habe zum Beispiel meiner Mutter auch mal ein Glas geschenkt, indem für jeden Tag im Jahr oder zumindest sehr viele kleine Notizen drin waren, wo man sich jeden Tag eine rausnehmen kann, wo ein netter Spruch steht oder eine Botschaft.
00:21:48: Und sowas ist dann einfach weniger kostenintensiv, aber auch halt zeigt, dass man die Person gern hat, dass man an sie denkt.
00:21:55: Genau.
00:21:55: Sehr süße Idee.
00:21:56: Das sind meine Two-Sense, die man an
00:21:58: sie schenkt.
00:21:59: Mir wäre gerade noch was eingefallen.
00:22:01: Und zwar habe ich gesehen, auf Social Media hat eine Person gesagt, sie möchte jetzt auch die Weihnachts- oder die Vorweihnachtszeit nutzen und hat sich sozusagen wie einen Adventkalender gemacht, wo sie jeden Tag eine Sache aussortiert, die sie nicht braucht.
00:22:14: Also ich meine, das trifft vielleicht auch nicht auf jeden Fall zu.
00:22:16: Vielleicht gibt es auch genug Leute, die sagen, alles, was ich habe, nutze ich auch wirklich.
00:22:19: Aber das fand ich eigentlich auch einen ganz netten Denkanstoß zu sagen, okay, was habe ich vielleicht bei mir rumliegen, was ich gar nicht unbedingt brauche und worüber sich vielleicht jemand anderer.
00:22:27: freuen würde oder was mir irgendwie verkaufen oder verschenken kann oder so in der Zeit.
00:22:31: Also das fand ich auch einen ganz netten Tipp und vielleicht mal wirklich den Blick umzukehren auf die Sachen, die man vielleicht schon hat.
00:22:37: Also nicht immer nur zu schauen, was hätte ich gerne, sondern vielleicht auch was habe ich und was brauche ich gar nicht.
00:22:41: Und vielleicht auch einfach mal spenden, denn gerade bei vielen sozialen Organisationen die Gelder nach und nach abgedreht, gerade die brauchen sie jetzt vielleicht noch mehr als sonst, falls jemand spenden möchte.
00:22:51: Ich glaube, auch keine schlechte Idee.
00:22:53: Sie ist sicher auch sehr viele zur Weihnachtszeit auf jeden Fall.
00:22:56: Ein gutes Schluss-Tipp, würde ich sagen.
00:22:58: Ich würde sagen, man kann sich mitnehmen, dass wir uns alle bewusster werden könnten, wie viel Geld eigentlich auch in so einem Feiertag wie Weihnachten drinsteckt, dass man auch einen anderen Blick vielleicht mal haben kann auf die Feiertage, auf die Weihnachtszeit, auf das Thema Konsum, das das schon sehr stark mitschwingt.
00:23:15: Aber natürlich eigentlich im Vordergrund steht ja die Zeit, die man damit seinen Liebsten verbringt und dies wertvoller als alles andere.
00:23:23: Vielen Dank für das Gespräch und danke euch fürs Zuhören.
00:23:28: Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns, wenn ihr uns weiterempfehlt.
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00:23:45: Diese Folge wurde produziert von Christoph Neuwirt.
00:23:48: Ich bin Annika Dang.
00:23:49: Ciao und bis zum nächsten
00:23:51: Mal.
00:23:53: Tschüss!